Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Nach Sprengstoff nahe Gaspipeline in Serbien: Ungarns Orbán beruft Verteidigungsrat ein

Viktor Orbán in einer Aufnahme vom 23. März 2026
Viktor Orbán in einer Aufnahme vom 23. März 2026 Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Euronews/Ács Gábpr
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Nach dem Vorfall in Serbien hat Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán kurzfristig einen außerordentlichen Verteidigungsrat einberufen.

Serbische Behörden haben Sprengstoff in der Nähe der Gasinfrastruktur nach Ungarn gefunden, teilte Viktor Orbán am Sonntagmorgen auf seiner Facebook-Seite mit. Der ungarische Premierminister schrieb:

WERBUNG
WERBUNG

"Ich habe soeben mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic telefoniert. Die serbischen Behörden haben an der kritischen Gasinfrastruktur, die Serbien und Ungarn verbindet, einen zerstörerischen Sprengsatz und die Mittel zu seiner Aktivierung gefunden."

Orbán fügte hinzu: "Ermittlungen sind im Gange. Ich habe für heute Nachmittag einen außerordentlichen Verteidigungsrat einberufen.

Ohne nähere Angaben zu machen, meldete die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI am Sonntagmorgen, dass die Straßen in und um Magyarkanizsa gesperrt wurden: "Serbische Polizei- und Armeeeinheiten werden ab den frühen Morgenstunden des Sonntags eine groß angelegte Durchsuchung des Gebiets durchführen". Die Stadt liegt in Serbien und heißt auf Serbisch Kanjiža.

Auch offizielle Informationen über die Operation, die mit Genehmigung der Oberstaatsanwaltschaft in Freetown eingeleitet wurde, wurden veröffentlicht: Angehörige der Kriminalpolizei würden demnach das Gebiet zusammen mit der Militärpolizei und anderen Einheiten der serbischen Armee durchsuchen.

Riesiges Aufgebot an Kräften

Ziel der Operation ist die Suche nach verbotenen Substanzen, die eine Bedrohung für das Leben der Bevölkerung und lebenswichtige Infrastruktureinrichtungen in dem Gebiet darstellen könnten.

Die Kontrolle wird von Bodeneinheiten durchgeführt, wobei Hubschrauber die Operationen aus der Luft überwachen und koordinieren. Alle verfügbaren Polizei- und Militäreinheiten sind vor Ort.

Drohnen, Spürhunde, Wärmebildgeräte, Bombenentschärfungskommandos, Rettungsfahrzeuge und andere technische Spezialausrüstung werden bei der Suche eingesetzt.

In einem auf dem sozialen Netzwerk Substack veröffentlichten Beitrag schrieb der ehemalige nationale Sicherheitsbeauftragte Péter Buda, dass "eine Operation unter falscher Flagge gegen eine kritische Infrastruktur von ungarischem Interesse auf der serbischen Seite der Grenze in bestimmten Kreisen aufgrund von durchgesickerten Informationen schon früher bekannt gewesen sein könnte".

Der Analyst erinnert daran, dass er selbst in den zwei Wochen vor den Wahlen wiederholt von der Möglichkeit gesprochen hatte, Sprengsätze in der Nähe kritischer Infrastrukturen von nationalem Interesse zu finden.

Aleksandar Vucic postete auf Instagram

Aleksandar Vucic erklärte indes auf Instagram, er habe Ministerpräsident Viktor Orbán telefonisch über den Vorfall informiert. " Unsere Einheiten haben hochexplosiven Sprengstoff und die zu seiner Zündung erforderlichen Zünder gefunden. Ich habe ihn über die ersten Ergebnisse der Ermittlungen unserer Militär- und Polizeibehörden bezüglich der Bedrohung der lebenswichtigen Gasinfrastruktur, die Serbien und Ungarn verbindet, informiert."

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Exklusiv: Ukraine in Libyen aktiv – Militärstützpunkte und Angriff auf russische Flotte

Iran-Schock: Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft um 50 % gesenkt

Nach Sprengstoff nahe Gaspipeline in Serbien: Ungarns Orbán beruft Verteidigungsrat ein