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Rom: Fentanyl-Ampullen aus Krankenhaus gestohlen, Vorrat für 20.000 Dosen

Forensiker Jonathan Dumke von der US-Drogenbehörde DEA zeigt am 29. April 2025 in einem DEA-Labor Phiolen mit Fentanyl-Tabletten.
Jonathan Dumke, leitender forensischer Chemiker der US-Drogenbehörde, zeigt am 29. April 2025 in einem DEA-Labor Phiolen mit Fentanylpillen. Copyright  AP Photo
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Von Cecilia Attanasio Ghezzi & Agenzie
Zuerst veröffentlicht am
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Aus der Apotheke des israelitischen Krankenhauses in der Rom sind 80 Ampullen eines synthetischen Opioids verschwunden. Es gibt keine Einbruchsspuren. Das Opioid ist 100-mal stärker als Morphium, in Nordamerika besteht offenbar bereits eine nationale Krise wegen des Mittels.

Die italienische Regierung schlägt Alarm. Unbekannte haben aus dem Israelitischen Krankenhaus in Rom 80 Ampullen Fentanyl gestohlen. Das synthetische Opioid ist bis zu hundertmal stärker als Morphium und wird in der Medizin legal als Anästhetikum und zur Behandlung starker Schmerzen, auch bei Krebspatienten, eingesetzt.

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Aus der verschwundenen Menge ließen sich rund 20.000 Dosen herstellen, die für den illegalen Konsum bestimmt sein könnten. In Ländern wie den USA und Kanada hat sich der hohe Fentanyl-Konsum zu einem nationalen Notstand entwickelt.

Die Einnahme dieses „Anästhetikums zum Abfeiern“ zu anderen als medizinischen Zwecken hat verheerende Folgen. Bereits drei Milligramm der „Zombie-Droge" - so wird sie bezeichnet, wenn sie mit Xylazin gestreckt ist - können einen Menschen töten.

Auch in Italien sorgt die wachsende Verbreitung auf dem Schwarzmarkt für Sorge um die öffentliche Gesundheit. Das zuständige Departement für Antidrogenpolitik beim Präsidium des Ministerrats hat im März 2024 deshalb einen „Nationalen Präventionsplan gegen den Missbrauch von Fentanyl und anderen synthetischen Opioiden (Quelle auf Italienisch)“ vorgestellt.

Fentanyl-Diebstahl in Rom: So kam es dazu

Den Diebstahlmeldete am 24. Juni die Leiterin der Krankenhausapotheke. Auffällig ist die völlige Abwesenheit von Einbruchsspuren an dem Safe, in dem die Ampullen lagerten. Die Schlüssel dafür besitzen mehrere Beschäftigte des Krankenhauses.

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem Strafgericht der Hauptstadt liegt inzwischen eine erste Information zu dem Vorfall vor. Mit den Untersuchungen sind die Carabinieri der Spezialeinheit NAS betraut. Im Verfahren geht es um den Verdacht auf Diebstahl und Besitz zum Zweck des Drogenhandels mit Betäubungsmitteln.

Unterdessen hat das Gesundheitsministerium - auf Initiative von Minister Schillaci - über seine zuständigen Stellen eine Inspektion eingeleitet. Das Ministerium bereitet zudem „eine neue Rundverfügung vor, um die Kontrollen über den unsachgemäßen Gebrauch und Umlauf von Fentanyl sowie über die Aufbewahrung und Lagerung in medizinischen Einrichtungen und Krankenhäusern weiter zu verstärken“.

Regierung reagiert auf Diebstahl

Der Diebstahl hat zu einer Krisensitzung im Regierungssitz Palazzo Chigi geführt, geleitet von Staatssekretär Alfredo Mantovano. Bei dem Treffen „wurde erneut betont, wie wichtig es ist, die Verfahren für die Handhabung von Hochrisiko-Medikamenten strikt einzuhalten, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und eine Wiederholung ähnlicher Fälle zu verhindern“.

„In den kommenden Tagen“, erläutert die Regierung, „wird im Palazzo Chigi der Überwachungstisch zur Umsetzung des Anti-Fentanyl-Plans erneut einberufen, mit dem Ziel, alle beteiligten Stellen zur Anwendung der nötigen Vorsichtsmaßnahmen und Kontrollen zu verpflichten“.

Die Region Latium hat inzwischen eine außerordentliche Inspektionsvisite im Israelitischen Krankenhaus in Rom angeordnet, um die Handhabung der Betäubungsmittel in der Krankenhausapotheke zu überprüfen.

Parallel dazu „teilt sie mit, dass sie die örtlich zuständigen Gesundheitsdienste beauftragt hat, die ordnungsgemäße Handhabung der Betäubungsmittel in den verschiedenen Krankenhäusern der Region zu kontrollieren. Damit wird die Kontrolle auf das gesamte Gebiet ausgeweitet, um die höchsten Sicherheitsstandards zu gewährleisten“.

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