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Hat er "Bismillah“ gesagt? Ronaldos Elfmeter-Flüstern löst weltweite Debatte aus

Cristiano Ronaldo jubelt über sein Tor im WM-Sechzehntelfinale gegen Kroatien in Toronto am zweiten Juli 2026.
Portugals Cristiano Ronaldo jubelt über sein Tor im WM-Sechzehntelfinale gegen Kroatien in Toronto am zweiten Juli 2026. Copyright  AP Photo
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Von Peter Barabas & Euronews-Teams in Doha und Dubai, Euronews Portugal und Arabisch
Zuerst veröffentlicht am
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Cristiano Ronaldo hat vor dem entscheidenden Elfmeter gegen Kroatien etwas geflüstert, das jetzt eine weltweite Diskussion ausgelöst hat: War es ein arabisch geprägtes Gebet oder ein portugiesisches Motivationsritual?

Eine Kamera hat den höchst persönlichen Moment von Cristiano Ronaldos maximaler Konzentration während der Live-WM-Übertragung eingefangen. Sekunden vor dem entscheidenden Elfmeter bei Portugals dramatischem 2:1-Sieg gegen Kroatien sahen Milliarden Menschen weltweit den Superstar ganz nah.

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Doch sein geflüstertes Selbstgespräch löste in den sozialen Medien weltweit eine Debatte darüber aus, was er genau gesagt hat.

Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien in der arabischsprachigen Welt erklärten jubelnd, Ronaldo habe zweimal "Bismillah" geflüstert.

In Portugal hielt die Nation in jenen scheinbar endlosen Sekunden den Atem an, die im Fußball darüber entscheiden, ob ein Spieler zum Helden oder zum Sündenbock wird. Dort kreist die Debatte vor allem um zwei portugiesische Redewendungen: „vamos lá“ („los jetzt“) und „vais marcar“ („du triffst“).

"Bismillah“, auf Deutsch "Im Namen Gottes“, dient in der arabischsprachigen und mehrheitlich muslimischen Welt als Bitte um Gottes Hilfe, Führung oder Segen vor einer Handlung – in der Hoffnung auf ein gutes Ergebnis.

Ronaldo als Legende der arabischen Welt?

Cristiano Ronaldo wechselte 2022 in die Saudi Professional League zu Al Nassr, zur großen Freude vieler Fans in der arabischen Welt. Der Elfmeter-Moment beflügelte nun ihre Fantasie: In zahlreichen Videos im Internet sind Männer zu sehen, die vor dem Fernseher für einen Augenblick erstarren und dann ungläubig jubelnd ausrufen: "Ronaldo hat Bismillah gesagt."

Arabischsprachige Medien am Golf und darüber hinaus beteiligen sich an der Dechiffrierung. Vorsichtig, teils fast verschämt, stellen sie das Unerwartete auf ihre Titelseiten, das viele sich insgeheim gewünscht hatten: dass der Weltstar "Bismillah“ möglicherweise tatsächlich als Teil seines Elfmeter-Rituals flüstert.

Für manche ist damit der Zeitpunkt gekommen, CR7 nicht nur als Kapitän und Aushängeschild der portugiesischen Nationalmannschaft zu sehen, sondern auch als Legende der arabischen Welt.

Die Analyse der Euronews-Teams

Die Diskussion erfasste zwangsläufig auch die Teams der Euronews-Büros in Doha und Dubai sowie den arabischen Dienst. Nach eingehender Analyse des Videomaterials kommen alle zu demselben Schluss: Cristiano Ronaldo hat "Bismillah“ geflüstert.

Unsere Journalistinnen und Journalisten verweisen zudem darauf, dass Cristiano Ronaldo in der saudischen Liga schon viele Male "Bismillah“ gesagt hat, um sich vor einem Torschuss zu motivieren. Vermutlich ist es jedoch das erste Mal, dass dieser intime Moment der Selbstermunterung auf der weltweiten Bühne sichtbar wird – und eine globale Welle der Begeisterung auslöst.

In den sozialen Netzwerken schreibt ein Nutzer aus Saudi-Arabien: "Es berührt mich, wie sehr Cristiano Ronaldo seit seiner Ankunft in Saudi-Arabien von der islamischen Kultur geprägt ist. Noch beeindruckender ist, dass er den Ausdruck 'Bismillah‘ in einem Moment höchster Konzentration wiederholt, um das Tor zu erzielen.“

Ein anderer Fan aus Pakistan erklärt: „Ronaldo sagt vor jedem Elfmeter 'Bismillah‘. Er hat einmal in einem Interview gesagt: Immer wenn ich 'Bismillah‘ sage, schieße ich ein Tor.“

Mitten in der hitzigen Debatte widersprach ein weiterer User allerdings: „Ronaldo sagt nicht ‚Bismillah‘, sondern ‚vais marcar‘. Er sagt sich damit im Grunde: Du wirst treffen. Wegen seines Akzents klingt das wie ‚bais marcar‘, und das hört sich sehr nach 'Bismillah‘ aus.“

Der Kapitän Portugals und von Al Nassr hat sich zu der Diskussion bisher nicht geäußert. Nach dem Spiel nahm er sich lieber Zeit, um vor dem Teamhotel die portugiesischen Fans zu begrüßen. Gemeinsam feierten sie den Einzug ins Viertelfinale – ermöglicht durch jenen stillen Moment der Inspiration, der das Qualifikationsspiel entschied und viele Kritiker verstummen ließ.

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