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Neues Schuljahr: In welchen EU-Ländern verdienen Lehrkräfte am meisten?

Europe in Motion: Klagen über stagnierende Löhne und chronischer Personalmangel im Lehrbetrieb
Europe in Motion: Klagen über stagnierende Löhne und chronischer Personalmangel im Lehrbetrieb Copyright  Euronews
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Von Inês Trindade Pereira & Damaso Jaivenois
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Zum Schuljahresbeginn gibt es wieder Debatten über Lehrermangel und stagnierende Gehälter. In welchen Ländern verdienen Lehrkräfte am besten?

Die Gehälter von Schulbeschäftigten, vor allem von Lehrkräften und Schulleitungen, sind laut OECD der größte Einzelposten im formalen Bildungswesen. Trotzdem gelten Lehrerinnen und Lehrer in vielen europäischen Ländern im Verhältnis zu ihrer Ausbildung als unterbezahlt.

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Einige Studien schätzen, dass Einstiegsgehälter von Lehrkräften rund 40 % unter den Einkommen anderer Hochschulabsolventen liegen. An der Spitze der Gehaltsskala schrumpft diese Lücke, doch die Kluft zwischen den Regionen Europas bleibt deutlich.

Im Schuljahr 2024/2025 zahlte Luxemburg innerhalb der EU die höchsten Gehälter an Lehrkräfte – in den meisten Schulstufen, sowohl zu Beginn der Laufbahn als auch auf dem Karrierehöhepunkt.

Das geht aus Daten von Eurydice hervor, einem von der Europäischen Kommission finanzierten Bildungsinformationsnetz.

Im Großherzogtum lagen die Einstiegsgehälter je nach Schulstufe zwischen 55.000 und 62.000 Euro. An der Gehaltsspitze verdienten Lehrkräfte 97.000 bis 109.000 Euro.

Je nach Schulstufe folgten die Niederlande und Deutschland mit den zweithöchsten Gehältern.

Am anderen Ende der Skala lagen die Slowakei, Tschechien und Ungarn. Dort erhalten Lehrkräfte auf ihrem Karrierehöhepunkt die niedrigsten Gehälter in der EU.

In der Slowakei lagen die Spitzengehälter je nach Schulstufe zwischen 18.000 und 22.000 Euro. In Ungarn und Tschechien waren es höchstens 27.000 Euro.

Die niedrigsten Einstiegsgehälter verzeichneten Griechenland und die Slowakei: bis zu 17.000 Euro im Jahr.

Karriere an der Schule: Wie lange bis zur Gehaltsspitze?

Der Aufstieg in der Laufbahn hängt meist von Aufgaben und Verantwortung, Dienstjahren, Alter, Qualifikationsniveau und der allgemeinen Leistung ab.

In elf EU-Staaten benötigen Lehrkräfte je nach Schulstufe zwischen 31 und 40 Berufsjahre. Erst dann erreichen sie die höchste Gehaltsstufe, berichtet Eurydice.

Nur in Dänemark und Finnland steigen Lehrkräfte je nach Schulstufe bereits nach bis zu zehn Dienstjahren in die oberste Gehaltsstufe auf.

Mit jedem Karriereschritt steigen auch die Gehälter. Das gilt als entscheidender Faktor für die Attraktivität des Lehrberufs und dafür, ob Lehrkräfte im System bleiben.

Davon profitieren nicht nur die Lehrkräfte. Laut einer OECD-Studie von 2025 führen bessere Lehrergehälter tendenziell auch zu besseren Lernergebnissen der Schülerinnen und Schüler.

Nach den Eurydice-Zahlen verzeichnen Lehrkräfte in Zypern, Portugal, den Niederlanden und Slowenien innerhalb der EU den größten Gehaltssprung zwischen Einstiegsstufe und Karrierehöhepunkt.

In Frankreich hat die Debatte über Lehrergehälter und Beförderungen neuen Auftrieb bekommen. Das Bildungsministerium erklärte kürzlich auf seiner Website, dass eine Lehrkraft des staatlichen Schulsystems 2024 im Schnitt 3.090 Euro netto im Monat erhielt.

Diese Zahl fasst jedoch sehr unterschiedliche Statusgruppen zusammen: Grund- und weiterführende Schulkräfte, verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer, Dozentinnen und Dozenten sowie Professorinnen und Professoren mit höherem Rang. Und Vertragslehrkräfte, die rund acht Prozent des Lehrpersonals ausmachen, gingen in diese Durchschnittszahl nicht ein, obwohl sie am wenigsten verdienen.

Außerdem zählen Frankreichs Lehrkräfte zu den fünf EU-Ländern, in denen die Gehälter mit der Lebenshaltungskostenkrise nicht Schritt hielten. Laut Eurydice sanken sie zwischen den Schuljahren 2023/2024 und 2024/2025 um 0,61 %.

In der EU verzeichneten nur Rumänien (-6,34 %), die Slowakei (-4,07 %), Italien (-1,60 %) und die Französische Gemeinschaft Belgiens (-0,71 %) noch stärkere Rückgänge.

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