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Neuer Wettlauf im All: Großbritannien stellt militärische Weltraumstaffel auf

Die Artemis-II-Crew hält diesen Blick fest: Die Erde versinkt hinter dem Mond bei einem Mondvorbeiflug am sechsten April 2026.
Artemis-II-Crew filmt, wie die Erde beim Mondvorbeiflug am sechsten April 2026 hinter dem Mond versinkt. Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Im vergangenen Jahr warnte Generalmajor Paul Tedman, Chef des UK Space Command: Er sei "wirklich besorgt“, weil Russland regelmäßig britische Militärsatelliten zu stören versuche.

Großbritannien hat am Mittwoch angekündigt, eine neue militärische Weltraumstaffel aufzustellen, die die Satelliten des Landes schützen soll. Damit reagiert London auf das weltweite Wettrennen um militärische Fähigkeiten im All.

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Die neue Staffel der Royal Air Force (RAF) soll besonders wichtige Satelliten sichern, die für die Kommunikation genutzt werden und vor anfliegenden Raketen warnen, teilte das Verteidigungsministerium (MoD) mit.

Die Einheit mit der Bezeichnung No III Space Effects Squadron ist nach Angaben des Ministeriums die erste britische Formation, die ausdrücklich darauf ausgelegt ist, gegnerische Aktivitäten im All zu stören, zu schwächen und zu verhindern, wenn sie britische Interessen bedrohen.

Das Ministerium erinnerte daran, dass das Vereinigte Königreich bereits 2023 zwei Staffeln in Dienst gestellt hat, die Bedrohungen im Weltraum "beobachten und melden". Die neue Einheit soll dagegen "aktiv gegen diese Bedrohungen vorgehen" und dabei moderne Technik einsetzen, darunter elektronische Kriegsführung.

Air Chief Marshal Harv Smyth stellt die Staffel am Mittwoch offiziell vor. Anlass ist die zweitägige UK Space Power Conference, die in London beginnt. Dort will Verteidigungsminister Wes Streeting auch davor warnen, dass Großbritannien im "neuen Wettlauf ins All" Schritt halten müsse.

Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting in Kyjiw, 5. August 2026
Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting in Kyjiw, 5. August 2026 AP Photo

Die Ankündigung folgt gut eine Woche, nachdem die Vereinigten Staaten erstmals bestätigt hatten, Waffen im Orbit über der Erde stationiert zu haben.

Daraufhin warnte China davor, den Weltraum in ein "Schlachtfeld" zu verwandeln. Russland forderte, der Weltraum müsse "frei von jeder Waffe" bleiben. Hintergrund sind wachsende Sorgen vor einem Rüstungswettlauf im All.

Die Entwicklung wird durch rasante technologische Fortschritte vorangetrieben. Ein umfassender völkerrechtlicher Rahmen fehlt jedoch bislang.

Bereits im vergangenen Jahr zeigte sich der Leiter des britischen Space Command, Generalmajor Paul Tedman, "sehr besorgt". Russland versuche demnach regelmäßig, britische Militärsatelliten zu stören.

Damals erklärte er, das Vereinigte Königreich betreibe sechs spezielle militärische Satelliten für Kommunikation und Aufklärung. Diese seien mit Technik ausgestattet, die Störversuchen entgegenwirken soll.

Weitere Quellen • AFP

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