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Börse São Paulo legt nach Wahlsieg von Flávio Bolsonaro kräftig zu

Flávio Bolsonaro
Flávio Bolsonaro -  Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Ana Filipa Palma
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Der Leitindex Ibovespa an der Börse São Paulo schloss bereits am Freitag im Plus. Nach der ersten Wahlrunde in Brasilien startete er nun auf Rekordniveau.

Brasilien ist heute in eine neue politische Realität gestartet: In der Stichwahl um das Präsidentenamt liegen zwei Kandidaten im Rennen, und Flávio Bolsonaro hat die Nase vorn. Gleichzeitig legte die Börse deutlich zu.

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Nach dem starken Abschneiden Flávio Bolsonaros bei der Wahl am vergangenen Sonntag mit 47 % der Stimmen stieg der Leitindex Ibovespa (IBOV), der wichtigste Gradmesser für die Aktien an der größten Börse des Landes, der B3, um 8 %. Bereits am Freitag hatte er 2,46 % höher geschlossen.

Nach Einschätzung mehrerer Fachleute hängt der Kurssprung mit dem unerwartet deutlichen Vorsprung des Sohns des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro zusammen. Sie sehen dadurch höhere Chancen auf einen Wahlsieg, der der Finanz- und Wirtschaftspolitik des Landes ein neues Gesicht geben könnte.

Zu den zentralen Vorhaben Flávio Bolsonaros gehören die Abschaffung bestimmter Steuern, Maßnahmen zur Begrenzung der Staatsverschuldung und die Privatisierung von Dutzenden staatlichen Unternehmen.

Analysten der Investmentbank BTG Pactual, dem größten Institut dieser Art in Lateinamerika, halten es für möglich, dass ein Sieg Flávio Bolsonaros am 25. Oktober die Aktien an der B3 um bis zu 45 % steigen lässt.

Auch der brasilianische Real legte im Tagesverlauf zu. Die Währung wurde zu 4,98 Reais je US-Dollar gehandelt, nach 5,22 Reais am Freitag.

Im dritten Mandat von Lula da Silva sind die Inflation unter Kontrolle und die Arbeitslosenquote auf ein historisches Tief gefallen. Viele Brasilianer klagen trotzdem über den Verlust ihrer Kaufkraft.

Flávio Bolsonaro von der rechtsradikalen Partido Liberal erhielt mehr als 56 Millionen Stimmen (47,03 %), während der linke Kandidat Luiz Inácio Lula da Silva auf fast 53,9 Millionen Wählerinnen und Wähler kam (45,16 %).

Weitere Quellen • AFP

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