Ein IT-Fehler im Datennetz italienischer Flughäfen hat am Freitagmorgen Verspätungen und Flugausfälle verursacht.
Verspätungen und gestrichene Flüge hat es am Freitagmorgen an vielen italienischen Flughäfen gegeben, ausgelöst durch Störungen im Datennetz, das die Dienste der Flugverkehrskontrolle unterstützt. Das teilte der Flugsicherungsbetreiber Enav, das nationale Unternehmen für Flugsicherungsdienste, mit.
"Ab sechs Uhr morgens, angesichts des allmählich zunehmenden Luftverkehrs und der anhaltenden Störungen, haben wir Maßnahmen zur Steuerung der Verkehrsflüsse eingeführt, um weiterhin die maximale Sicherheit der Operationen zu gewährleisten. Diese Maßnahmen führen vorübergehend zu einer geringeren Kapazität bei der Abwicklung von Flugbewegungen im italienischen Luftraum“, heißt es in einer am Morgen verbreiteten Mitteilung. Enav schließt in dem Schreiben aus, dass die Störungen auf Hackerangriffe oder Sabotage zurückgehen.
Enav erklärt weiter, die Störungen seien in der Nacht von Donnerstag auf Freitag aufgetreten. Der Luftverkehr sei jedoch bis sechs Uhr am Freitagmorgen "ohne jede Einschränkung der betrieblichen Kapazität regulär abgewickelt worden“.
Die Behörde gibt an, die Ursache der Störungen im Datennetz lokalisiert zu haben, und arbeitet daran, die genauen Gründe zu ermitteln und die Systeme wieder vollständig in Betrieb zu nehmen.
Rom, Mailand, Neapel: Verspätungen und Flugausfälle
An den italienischen Flughäfen kommt es wegen des Netzproblems zu erheblichen Beeinträchtigungen. Am Flughafen Rom-Fiumicino wurden mindestens vier Verbindungen gestrichen, darunter Flüge nach Mailand-Linate, Riad, Tirana und Triest. Andere Verbindungen starten mit Verspätungen von bis zu 60 Minuten. Verspätungen und Ausfälle melden auch die Flughäfen von Mailand-Linate, Mailand-Malpensa und Neapel-Capodichino.
Die Flughafenbetreiber bitten Passagiere, den Status ihres Fluges direkt bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu prüfen. Die Flugsicherung Enav stellt klar: Es ist kein Hackerangriff und keine Sabotage.