Die neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, tritt bereits nach kurzer Zeit zurück. Zuvor war sie wegen falscher Angaben in ihrem Lebenslauf in die Kritik geraten.
Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, gibt ihren Posten nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt wieder ab. Anlass sind Kritik an ihrem Auftritt im Presseraum und Fragen zu einzelnen Angaben in ihrem Lebenslauf.
Auf Nachfrage zu Berichten, Zacharia „wechsle“ aus dem Amt, bestätigte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AFP den Vorgang. Er wollte namentlich nicht genannt werden.
Mehrere US-Medien, darunter die New York Times, meldeten, Zacharia sei entlassen worden. US-Präsident Donald Trump widersprach dem jedoch. Sie sei von den Medien „brutalisiert worden“, zitierte ihn der Sender Fox News.
Vor Journalisten sagte Trump, er habe Zacharia noch kurz zuvor ermutigt, die Aufgabe zu überdenken. Er habe ihr gesagt: „Du musst das nicht tun, wenn du es nicht willst.“
Zacharias erste Pressekonferenz im Weißen Haus am Dienstag dauerte weniger als 15 Minuten. Zunächst zählte sie aus ihrer Sicht Trumps Erfolge auf, dann beantwortete sie lediglich drei Fragen.
Zacharia war erst seit weniger als einer Woche im Amt. Schon da geriet ihr juristischer Hintergrund unter die Lupe, weil sie nicht eindeutig sagen konnte, in welchem US-Bundesstaat sie die Anwaltsprüfung bestanden hatte – eine Voraussetzung für die Zulassung als Anwältin in den Vereinigten Staaten.
Zacharia hat einen Juraabschluss einer Universität in Kalifornien. Am Donnerstag räumte sie jedoch ein, die Anwaltsprüfung nie bestanden zu haben. Ohne diese Prüfung darf man in den USA nicht als Anwältin arbeiten.
In einem Interview mit Fox-News-Moderator Sean Hannity, einem engen Verbündeten Trumps, bestätigte sie, dass sie die Prüfung kein zweites Mal abgelegt habe.
„Ich hatte nie vor, als Anwältin zu arbeiten“, so Zacharia.
Dem trumpfreundlichen Sender Real America’s Voice sagte sie am Donnerstag, sie habe sich zwar für die Prüfung angemeldet, sei dann aber durch die gemeinsamen Umzugspläne mit ihrem Ehemann nach China „abgelenkt und überfordert“ gewesen.
Sie erklärte außerdem, „viele Leute aus der Branche“ hätten ihr gesagt, sie könne sich aufgrund ihres Abschlusses „als Juristin bezeichnen“.