Zacharia steht ohnehin wegen ihrer juristischen Qualifikation in der Kritik: Sie konnte nicht klar sagen, wo sie das US-Staatsexamen abgelegt hat.
Die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, seit weniger als einer Woche im Amt, hat China in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview mangelnde "vernünftige Toiletten“ vorgeworfen.
Zacharia, 41, gerät bereits wegen ihrer juristischen Qualifikationen in die Kritik. In einem Interview ließ sie offen, in welchem Bundesstaat sie das Anwaltsexamen bestanden habe – eine Voraussetzung, um in den USA als Juristin arbeiten zu dürfen.
Die Sprecherin lebte früher selbst in China. In dem Gespräch erinnerte sie daran, dass im Jahr 2016 viele davon ausgingen, China werde die USA bald überholen.
"Uns wurde überall gesagt, Hillary (Clinton) werde gewinnen. Die goldenen oder ruhmreichen Tage Amerikas seien vorbei. China stehe vor der Tür“, sagte Zacharia dem rechtsgerichteten Influencer Jack Posobiec.
"Ich erinnere mich sehr genau“, fuhr sie fort. „Ich war gerade aus China zurück und dachte: "Wie soll China das nächste große Land am Horizont sein? Die haben ja nicht einmal vernünftige Toiletten.‘“
Die chinesischen Behörden äußerten sich zunächst nicht.
Trump hat immer wieder mit seinem "großartigen Verhältnis“ zu Chinas Präsident Xi Jinping geprahlt.
Bei einem Gipfel in Washington im September sprachen beide Staats- und Regierungschefs über Themen von Künstlicher Intelligenz und Handel bis zum festgefahrenen Krieg im Iran. Sie bestätigten, dass sie sich in diesem Jahr noch ein drittes und viertes Mal treffen wollen.
Zacharia leitete am Dienstag ihre erste Pressekonferenz im Weißen Haus. Sie beantwortete jedoch nur Fragen von drei Journalistinnen und Journalisten.
Sie folgte auf Karoline Leavitt, eine loyale Trump-Unterstützerin und oft angriffslustige Sprecherin. Leavitt war im August zurückgetreten, um sich um ihre kleinen Kinder zu kümmern.
Zacharia bezeichnet sich selbst als Anwältin und führt in ihrem Lebenslauf die Position der Chefjuristin einer konservativen Non-Profit-Organisation aus Kalifornien auf. Außerdem gab sie an, in einer Kanzlei in Peking gearbeitet zu haben.
Auf ihre juristische Ausbildung angesprochen, erklärte Zacharia am Donnerstag, sie habe sich für das Anwaltsexamen angemeldet, sei dann aber durch die Pläne, mit ihrem Ehemann nach China zu ziehen, „abgelenkt und überfordert“ gewesen.
Nach ihrer Rückkehr in die USA legte sie das Examen nach eigenen Angaben nicht erneut ab. Grund sei die Geburt ihres ersten Kindes gewesen.