Finden Sie uns
Werbung

Ukrainische Drohnen legen Moskaus Flughäfen stundenlang lahm

ARCHIV: Fluggäste stehen am Check-in am Flughafen Scheremetjewo im Moskauer Vorort Chimki, Russland, am Mittwoch, dem sechsten Mai 2026.
ARCHIV: Passagiere stellen sich am Flughafen Scheremetjewo in Chimki, einem Vorort von Moskau, Russland, am Mittwoch, dem sechsten Mai 2026, an. -  Copyright  Pavel Bednyakov/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.
Copyright Pavel Bednyakov/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.
Von Serguei Doubine & Euronews Russian
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

94 Drohnen abgefangen, mehr als 160 Flüge gestrichen: Ukrainische Angriffe bringen den Flugverkehr in Moskau erneut zum Erliegen.

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht alle vier großen Flughäfen Moskaus lahmgelegt. Die Flughäfen Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo stellten ihren Betrieb für bis zu sieben Stunden ein. Mehr als 160 Flüge fielen aus.

WERBUNG
WERBUNG

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte, die Luftabwehr habe 94 Drohnen abgeschossen, die auf die russische Hauptstadt zusteuerten. Auch der Flughafen Pulkowo in Sankt Petersburg musste in derselben Nacht zweimal den Betrieb einstellen. Alexander Drosdenko, Gouverneur des Gebiets Leningrad, teilte mit, die Luftabwehr habe vier Drohnen über der Region zerstört.

Euronews konnte diese Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Nach Angaben des russischen Investigativportals Agentstwo waren die vier Moskauer Flughäfen in den ersten 14 Tagen des Oktobers insgesamt 101 Stunden lang geschlossen. Im gesamten September waren es 46 Stunden.

Am Dienstag hatte die Ukraine einen ihrer bislang größten Drohnenangriffe auf die russische Hauptstadt durchgeführt und dabei fast 500 Drohnen eingesetzt. Am 9. Oktober konnte das Flugzeug des russischen Präsidenten Wladimir Putin Berichten zufolge nicht in Moskau landen. Die Maschine kehrte von einem Gipfeltreffen in Turkmenistan zurück und wurde wegen eines Drohnenangriffs nach Sankt Petersburg umgeleitet.

Putins Flugzeug soll nicht direkt Ziel des Angriffs gewesen sein. Die russischen Behörden haben diese Berichte weder bestätigt noch dementiert. Die Ukraine hat bislang keine koordinierte Kampagne zur Stilllegung russischer Flughäfen offiziell bestätigt. Medien haben die Serie von Angriffen als "Operation M&Ms" bezeichnet. Berichten zufolge hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Militär bislang keine Freigabe für einen ursprünglich geplanten, deutlich aggressiveren Verlauf der Kampagne erteilt.

Im September sagte Selenskyj, der russische Luftraum werde "unsicher". "Drohnen werden am Himmel über Russland auftauchen, und damit muss gerechnet werden", erklärte er. Zugleich forderte er internationale Fluggesellschaften auf, russische Flughäfen nicht mehr anzufliegen.

Kyjiw greift seit Monaten militärische, Energie- und Wirtschaftsziele in Russland an, um die finanziellen Ressourcen für Moskaus Kriegsführung zu schwächen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht inzwischen in sein fünftes Jahr. US-Präsident Donald Trump bekräftigte unterdessen in einem Interview seine Kritik an ukrainischen Angriffen auf russische Raffinerien. Er bezeichnete diese als "eine Schande", nachdem er überraschend einen Deal über den Kauf von Diesel aus Russland angekündigt hatte. "Es gibt viele Ziele, die man treffen kann. Aber wenn man Raffinerien beschießt, die Diesel produzieren, und wir und die ganze Welt diesen Kraftstoff brauchen, dann tut Selenskyj der Welt keinen Gefallen", sagte Trump.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Italien: landesweite Probleme bei Flugkontrolle stören Rom-Flüge

Nach Metro-Enteignung in Russland: Putin kassiert auch deutsche Firmentochter ein

Putins Kriegsetat: Mehr Geld fürs Militär, weniger für Soziales und Gesundheit