Ein 21-jähriger Autofahrer ist in Masuren auf einen Gehweg gerast und hat ein Mädchen auf einem Roller nur um wenige Zentimeter verfehlt. Dann stürzte er mit seinem Opel von einem Viadukt.
Am Donnerstagabend haben sich dramatische Szenen im Norden von Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren abgespielt.
Ein 21-jähriger Opel-Fahrer raste mit hoher Geschwindigkeit über einen Kreisverkehr. Dann verlor er die Kontrolle über sein Auto und geriet auf den Gehweg. Dort war ein Mädchen auf einem Tretroller unterwegs.
Der Fahrer konnte ganz knapp ausweichen und verfehlte das Kind nach Polizeiangaben nur um wenige Zentimeter. Anschließend durchbrach das Auto einen Zaun und stürzte von einer Überführung in den Straßengraben.
Nur knapp an Tragödie vorbei
Der Unfall ereignete sich am 15. Oktober gegen 18 Uhr in Biskupiec - unweit der Grenze zu Kaliningrad. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet der Opel mit hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn auf den Gehweg, auf dem Fußgänger unterwegs waren. Auf seiner Spur befand sich das Mädchen mit dem Tretroller, dem der Autofahrer im letzten Moment ausweichen konnte.
Kurz darauf prallte der Wagen gegen einen Zaun, durchbrach ihn und stürzte von der Überführung in einen Graben neben der Straße.
Die Polizei hat ein Video des Unfalls in den sozialen Medien veröffentlicht.
Der 21-Jährige war mit einem Beifahrer unterwegs. Beide Männer kamen ins Krankenhaus. Sie erlitten keine schweren Verletzungen. Die beiden waren offenbar nüchtern, dennoch entnahmen die Ärzte dem Fahrer und seinem Beifahrer Blut für weitere Untersuchungen. Sachverständige testen es auf Drogen und andere Substanzen.
Vor Ort sicherten die Polizeibeamten Spuren und Beweismaterial. Dem 21-Jährigen wurde der Führerschein entzogen. Nun sollen Ermittlungen die genauen Umstände des Unfalls klären.
Dazu wurden auch Gutachter eingesetzt. Sie sollen den technischen Zustand des Opels zum Zeitpunkt des Unfalls bewerten und die Geschwindigkeit ermitteln, mit der der Fahrer unterwegs war. Das Verfahren läuft wegen mehrerer Verstöße gegen die Verkehrsordnung, darunter der Gefährdung des Straßenverkehrs.
Die Polizei in Polen erinnert daran, dass die Straße kein Ort für riskante Manöver ist. Eine einzige unüberlegte Aktion könne die Gesundheit oder gar Leben kosten – auch von Passanten, die sich nur zufällig in der Nähe aufhalten.