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PHP-Sicherheitslücke: Millionen Hackerangriffe weltweit

KI deckt Schwächen der Programmiersprache PHP auf – Archivfoto
Künstliche Intelligenz deckt Schwachstellen der Programmiersprache PHP auf – Archivbild. -  Copyright  AP Photo/Patrick Sison, File
Copyright AP Photo/Patrick Sison, File
Von Harry Bligh
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Am Mittwoch nahmen Behörden und Firmen weltweit Websites vom Netz, nachdem zwei schwerwiegende Sicherheitslücken in PHP bekannt geworden waren, einer Programmiersprache, auf der ein großer Teil des Internets basiert.

Sicherheitsforscher haben in PHP, einer weitverbreiteten Programmiersprache, schwerwiegende Sicherheitslücken entdeckt. Sie steckt hinter rund 70 Prozent aller Websites weltweit.

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Am Mittwoch veröffentlichten die PHP-Entwickler Notfallupdates. Cybersicherheitsbehörden riefen Organisationen dazu auf, betroffene Systeme sofort zu aktualisieren oder sie so lange vom Netz zu nehmen, bis sie abgesichert sind.

Die US-Sicherheitsbehörde NSA empfahl Website-Betreibern, ihre Angebote vorübergehend offline zu nehmen, bis ein Sicherheitsupdate vorliegt.

Die Warnung führte dazu, dass Regierungen, Unternehmen und große Online-Plattformen in mehreren Ländern vorsorglich Websites und andere Systeme zeitweise abschalteten.

Aufgedeckt wurden die Schwachstellen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Die Sicherheitsfirma Calif fand eine der Lücken im August bei einer von OpenAI finanzierten Sicherheitsprüfung von PHP. Das Google-Unternehmen Wiz entdeckte beide Lücken unabhängig davon und meldete sie. OpenAI erklärte, bei der Untersuchung von Calif sei das Modell GPT-5.6 Sol eingesetzt worden.

Das PHP-Sicherheitsteam stufte beide Lücken mit einer Schwere von 9,2 auf der Zehn-Punkte-Skala ein. Eigentlich sollten die technischen Details vertraulich bleiben, bis die Updates fertig sind. Doch Informationen über die Schwachstellen tauchten vor dem geplanten Veröffentlichungstermin öffentlich auf und erhöhten den Druck, gefährdete Systeme zu sichern.

Sicherheitsforscher sahen zunächst kaum Hinweise auf eine breite Ausnutzung der Lücken, bevor sie bekannt wurden. Inzwischen registrieren sie jedoch Angriffsversuche. Die Sorge wächst, dass nicht aktualisierte Systeme gezielt attackiert werden.

IT-Experte Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker warnt bei BILD vor Cyberkriminellen. Während es am Mittwoch mehrere Tausend Angriffsversuche gegeben habe, seien es am Donnerstag schon Millionen Angriffe.

Websites und Dienste gehen vorsorglich offline

Die Wikimedia Foundation, Betreiberin von Wikipedia, teilte mit, sie habe mehrere unterstützende Dienste bewusst vom Netz genommen, um Sicherheitsupdates einzuspielen. Nutzerinnen und Nutzer wurden vor möglichen Einschränkungen gewarnt.

Auch Amazons Einheit Threat Intelligence registrierte Versuche, die Schwachstellen auszunutzen – teils bereits vor ihrer öffentlichen Bekanntmachung. Seitdem melden Sicherheitsforscher weitere Angriffe auf verwundbare Systeme im laufenden Betrieb.

Mehrere europäische Regierungen reagierten ebenfalls mit Vorsichtsmaßnahmen.

Das französische Innenministerium nahm die Websites der Präfekturen vorübergehend offline, um Updates einzuspielen. In Deutschland schaltete der Bundes-IT-Dienstleister ITZBund mehrere Regierungsseiten ab. Die Bundesregierung sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme und betonte, es gebe keine bekannten Sicherheitsvorfälle.

Auch in Ländern wie den Niederlanden und Finnland gingen Regierungs- und öffentliche Serviceportale zeitweise vom Netz, um die Systeme abzusichern.

Im Vereinigten Königreich rief das National Cyber Security Centre Organisationen, die PHP einsetzen, dazu auf, verwundbare Systeme zu identifizieren, sie auf verdächtige Aktivitäten zu überwachen und Sicherheitsupdates so schnell wie möglich zu installieren.

Weitere Quellen • AFP

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