Nach Angaben der CISA handelt es sich bei TraderTraitor um eine nordkoreanische, staatlich unterstützte Hackergruppe, die seit mindestens 2020 mit Kryptowährungsdiebstählen und Cyberangriffen in Verbindung steht.
Die US-Bundespolizei FBI beschuldigt Nordkorea. Nach ihren Angaben steckt das Land hinter einem schweren Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Binance zu Beginn dieser Woche.
Binance wurde nach Angaben von Co-CEO Richard Teng von einem „komplexen Angriff“ getroffen. Die Hacker verschafften sich Zugang zu den Hot-Wallets der Börse und erbeuteten digitale Vermögenswerte im Wert von 6,3 Milliarden Dollar.
Das FBI teilte in einer Erklärung am Samstag mit: „Das Federal Bureau of Investigation (FBI) veröffentlicht Informationen, aus denen hervorgeht, dass die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) für den Diebstahl von mehr als 6 Milliarden US-Dollar in virtuellen Vermögenswerten von der Kryptowährungsbörse Binance am oder um den 29. Oktober 2026 verantwortlich war.“
Weiter hieß es, das FBI bezeichne diese spezifische bösartige nordkoreanische Cyberaktivität als ‚TraderTraitor‘. Man habe beobachtet, wie TraderTraitor-Akteure die gestohenen Vermögenswerte in Ethereum umwandelten, und erwarte, dass diese „weiter gewaschen werden, indem sie mithilfe von DeFi- und Instant-Swap-Diensten umgetauscht werden“.
Nach Angaben der US-Behörde Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) handelt es sich bei TraderTraitor um eine von Nordkorea unterstützte Hackergruppe. Sie wird seit mindestens 2020 mit Kryptowährungsdiebstählen und Cyberangriffstaktiken in Verbindung gebracht.
Sie gilt als Teil der Lazarus Group. Laut CISA hat diese mit Spearphishing-Kampagnen und Schadsoftware Angriffe auf unterschiedliche Ziele in der Blockchain- und Kryptowährungsbranche durchgeführt.
Nach dem Angriff auf Binance teilte die Börse mit, Ein- und Auszahlungen vorübergehend auszusetzen. Das Team führte Sicherheitsprüfungen durch, fror Gelder ein und arbeitete mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen.
Das Unternehmen erklärte, es habe inzwischen rund 90 % des durch den Hack betroffenen Betrags ausgeglichen. Auszahlungen würden „in Phasen“ wieder aufgenommen.
Binance erklärte, die verbleibenden 10 % der Token seien „weniger liquide“. Das bedeute, dass ihr Rückkauf länger dauern könne.
In einer auf sozialen Medien veröffentlichten Videobotschaft sagte Teng, das Unternehmen sei „entschlossen, sämtliche durch den Hack entstandenen Verluste aus Unternehmensmitteln zu decken“.
„Ihre Vermögenswerte sind sicher“, fügte er hinzu.