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US-Botschaft in Russland warnt vor "glaubhafter Terrorgefahr“ in Moskau

Festival im Park „Zarizyno“ 2017. Archivaufnahme.
Festival im Park „Zarizyno“ 2017. Archivaufnahme. -  Copyright  AP Photo/Dmitry Abaza
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Von Irina Sheludkova
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Am Samstag veröffentlichte die US-Botschaft in Russland eine dringende Warnung. Der Park- und Museumskomplex "Zarizyno“ wurde vorübergehend geschlossen.

Die US-Botschaft in Russland hat am Samstag, den 31. Oktober, vor einer „glaubhaften Bedrohung durch einen Zwischenfall mit massenhaften Opfern“ im Moskauer Museumspark Zarizyno gewarnt. Die Botschaft rief US-Bürger auf, den Park im Süden der Hauptstadt an diesem Tag zu meiden.

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In der Warnung hieß es, die US-Regierung koordiniere sich mit den zuständigen russischen Behörden. Details zu der möglichen Bedrohung wurden nicht genannt. Die Botschaft empfahl, Ausweisdokumente und ein geladenes Telefon mitzuführen, wachsam zu bleiben und lokale Medien zu verfolgen.

Russischer Geheimdienst bestätigt Hinweis

Nach der US-Warnung teilte der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit, Informationen über Vorbereitungen auf einen Terroranschlag in Moskau seien über einen Partnerkanal aus den USA eingegangen. „Es werden entsprechende Maßnahmen ergriffen“, hieß es nach Angaben der Staatsagentur Tass.

Am Samstagabend wurde das gesamte Gelände des Zarizyno-Museumsparks laut russischen Medien „aus technischen Gründen“ geschlossen und Besucher wurden evakuiert. Am Sonntag öffnete der Park wieder regulär.

FSB meldet Festnahme eines Teenagers

Am Sonntag erklärte das Pressezentrum des FSB, im Zuge der Überprüfung sei ein Jugendlicher festgenommen worden. Ihm wird zufolge vorgeworfen, auf TikTok Fotos in taktischer Kleidung, mit Sturmhaube, Mütze, Brille, Kopfhörern und einem Gegenstand veröffentlicht zu haben, der einer automatischen Waffe ähnelte. Dazu sollen Fotos aus dem Zarizyno-Park mit der englischen Bildunterschrift „I found a place“ gehört haben.

Der FSB behauptete zudem, der Jugendliche habe im Internet nach Informationen über Massentötungen gesucht. Belege für die Darstellung wurden nicht vorgelegt. Gleichzeitig dankte der Geheimdienst der amerikanischen Seite für die bereitgestellten Informationen.

Auch Deutschland und Kanada warnen

Nach den USA warnte auch die deutsche Botschaft in Moskau deutsche Staatsbürger vor einem Besuch des Zarizyno-Parks. Laut Spiegel liegt der Redaktion ein entsprechender Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes vor, in dem aufgrund „konkreter Hinweise auf eine aktuelle Sicherheitsbedrohung“ davor gewarnt wird, den Park zu besuchen.

Auch Kanada verwies auf seiner offiziellen Reise- und Sicherheitseite auf die mögliche Bedrohung. Das Land rät aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Terrorgefahr generell von Reisen nach Russland ab.

Erinnerung an Anschlag in Crocus City Hall

Eine ähnliche Warnung hatte die US-Botschaft im März 2024 veröffentlicht, wenige Tage vor dem Anschlag auf die Crocus City Hall bei Moskau. Dabei wurden am 22. März 2024 mehr als 150 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

Kurz zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin westliche Warnungen als „provokativ“ bezeichnet und von einem Versuch gesprochen, die russische Gesellschaft zu destabilisieren. Die Terrororganisation Islamischer Staat übernahm die Verantwortung; US- und deutsche Behörden sowie weitere europäische Geheimdienste sahen eine regionale IS-Zelle in Afghanistan als Urheber. Russische Behörden beschuldigten dagegen die Ukraine, ohne öffentlich überprüfbare Beweise vorzulegen. Kyjiw wies die Vorwürfe zurück.

Das US-Außenministerium stuft Russland weiterhin auf der höchsten Warnstufe „Do Not Travel“ ein und rät US-Bürgern, das Land wegen des Kriegs, Drohnenangriffen, Terrorgefahr, Verhaftungsrisiken und begrenzter konsularischer Hilfe umgehend zu verlassen.

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