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Ukraine schlägt zurück: 26 Orte und mehr als 600 Quadratkilometer zurückerobert

ARCHIV: Ein ukrainischer Soldat geht an seiner Stellung nahe der Frontstadt Kramatorsk in der Region Donezk, Ukraine, am 14. Juli 2026
ARCHIV: Ukrainischer Soldat geht an seiner Stellung nahe der Frontstadt Kramatorsk in der Region Donezk, Ukraine, am 14. Juli 2026 Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Analysten des Institute for the Study of War sehen in dem Einsatz ein Zeichen dafür, dass die Ukraine auch nach mehr als vier Jahren Stellungskrieg noch koordinierte mechanisierte Gegenangriffe führen kann.

Die ukrainische Militärführung meldet, ihre Truppen hätten im Raum Oleksandrivka im Südosten des Landes 26 Ortschaften zurückerobert. Die Offensive dauerte demnach mehr als sechs Monate.

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Von den zurückeroberten Orten liegen zwölf in der Oblast Dnipropetrowsk, zehn in der Oblast Donezk und vier in der Oblast Saporischschja.

Die Behörden in Kyjiw betonen, die Gegenoffensive im Raum Oleksandrivka habe die russische Frühjahrs- und Sommeroffensive bremsen und russische Truppen aus der Oblast Dnipropetrowsk zurückdrängen sollen. Moskau habe das Gebiet in eine Pufferzone verwandeln wollen.

Nach Angaben des Kommandos der ukrainischen Luftlandetruppen haben ukrainische Truppen dabei mehr als 745 Quadratkilometer Gebiet zurückerobert.

Das Institute for the Study of War (ISW), das den Kriegsverlauf anhand frei zugänglicher Kartendaten nachzeichnet, kommt dagegen zu einer vorsichtigeren Schätzung von etwa 626,69 Quadratkilometern entlang des Abschnitts Oleksandrivka und am Nordrand des angrenzenden Sektors Huljaipole. Zugleich betonen die Experten, ihre Methode „unterschätze ukrainische Vorstöße vermutlich“.

Die ISW-Analysten werten die Operation als Beleg dafür, dass die Ukraine auch nach mehr als vier Jahren weitgehend statischer Abnutzungskämpfe weiterhin koordinierte mechanisierte Gegenangriffe durchführen kann.

Der in den USA ansässige Thinktank führt die Geländegewinne auf mehrere Faktoren zurück: die gewachsene operative Planungskompetenz des ukrainischen Kommandos, eine anhaltende Kampagne zur Ausschaltung russischer Luftabwehrsysteme, verstärkte Angriffe auf russische Logistikziele im mittleren Hinterland, taktische Vorteile bei der Drohnenkriegsführung sowie die abrupte Unterbrechung der Starlink-Verbindungen für russische Einheiten in der Ukraine am 1. Februar.

Nach Einschätzung des ISW könnte der Kampf um Oleksandrivka auch Auswirkungen auf andere Frontabschnitte haben. Moskau muss demnach entscheiden, ob es die Verteidigung in diesem Abschnitt verstärkt oder Truppen und Material für Offensiven an andere Teile der Front verlegt. Verschärft wird dieses Dilemma durch die sinkenden Rekrutierungszahlen in Russland.

Zum Vergleich berechnete das ISW, dass die russischen Streitkräfte entlang der gesamten Frontlinie im selben Zeitraum von sechseinhalb Monaten etwa 233,74 Quadratkilometer Gelände verloren. Gleichzeitig gelang es ihnen, lediglich 382,98 Quadratkilometer neu zu erobern oder zu infiltrieren. Diese Diskrepanz macht den lokalen Erfolg der ukrainischen Truppen bei Oleksandrivka nach Einschätzung des Thinktanks besonders deutlich.

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