In Kyjiw meldete der staatliche Katastrophenschutzdienst, dass nach einem ballistischen Raketenangriff ein Lagerhaus in Brand geraten sei und eine Person verletzt wurde. Von der Behörde veröffentlichte Aufnahmen zeigen Feuerwehrleute, die die Flammen am Einsatzort bekämpfen. Die Hauptstadt stand kurz nach Mitternacht unter Beschuss; Bürgermeister Witali Klitschko berichtete von einem ballistischen Raketeneinschlag.
Am schwersten traf es Saporischschja: Dort wurden sechs Menschen getötet und 19 verletzt. Regionalgouverneur Iwan Fedorow sprach von einem massiven Angriff mit Raketen und gelenkten Bomben.
In der Region Dnipropetrowsk töteten russische Drohnen- und Artillerieangriffe in fünf Bezirken drei Menschen und verletzten fünf weitere, wie die Regionalbehörden mitteilten. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, man habe militärische Industrie- und Transportanlagen in Kyjiw und Saporischschja angegriffen.
Die Angriffe folgten auf Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland neue ballistische Raketen aus Nordkorea erhalten habe. Moskau und Kyjiw haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe über große Distanz verstärkt; die Ukraine nimmt dabei auch Ziele tief im russischen Staatsgebiet ins Visier.