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Kostproben emiratischer Geschichte

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Kostproben emiratischer Geschichte
Copyright  euronews   -   Credit: Dubai
Von Sarah Hedley Hymers
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Das Al Fanar ist ein Familienrestaurant in Dubai, das das kulinarische Erbe der Vereinigten Arabischen Emirate zelebriert. In dieser Folge von Taste probieren wir Fisch-Machboos, ein Hauptgericht in emiratischen Haushalten, gefolgt von den traditionellen Nachspeisen Legaimat (frittierte Teigbällchen) und Asidat al Tamor (Dattelpudding).

Emiratische Geschichte auf dem Teller

Eine Kostprobe emiratischer Geschichte findet man im Al Fanar in Dubai. Die wachsende Restaurantkette bewahrt das kulinarische Erbe mit vielen Rezepten. Hashem Al Marzouki wollte emiratische Geschichte auf dem Teller servieren. Sein Traum wurde Wirklichkeit, als er 2011 das erste Al Fanar Restaurant in Dubai eröffnete.

Seitdem ist die Marke auf neun Restaurants angewachsen, die es unter anderem in Dubai und London gibt.

Die Filialen sind wie kleine Museen gestaltet. Die jüngste Filiale, Al Fanar Seafood Market, liegt am malerischen Al Barsha Park Pond und wurde von Al Jazirat Al Hamra inspiriert, einem emiratischen Inseldorf, das in den Sechziger Jahren aufgegeben wurde. Die verfallenen Korallenhäuser, die ausrangierten Möbel und die rostigen Kerosinlampen von Al Jazirat Al Hamra sind wie aus der Zeit gefallen und vermitteln ein Bild vom Leben vor dem Öl, so wie auch die Speisekarten von Al Fanar die Rezepte aus jener Zeit bewahren. Euronews-Reporterin Sarah Hedley Hymers ließ sich dort verwöhnen.

Stolz auf Familienbetrieb

Gründersohn Sohail Al Marzouqi, der Betriebsleiter der Gruppe, ist stolz auf seinen Familienbetrieb und die Rolle, die er bei der Bewahrung der Vergangenheit spielt.

"Wir wollten eine alte Stadt nachbilden, die so alt ist wie das Fisherman's Village auf der Insel Alhambra in Ras al Khaimah", erklärt Sohail das Design des Restaurants. "Wir haben viele Details aus den Artefakten und Häusern eingebaut, die es damals gab. Es repräsentiert die Sechziger Jahre. In den Sechzigern änderten sich die Zeiten, als wir das Öl entdeckten. Damals hat sich das ganze Land entwickelt. Aber damals haben die Menschen so gelebt, und so sahen ihre Häuser aus."

Die Speisekarte im Al Fanar ist ebenso repräsentativ für die damalige Zeit, und viele der Rezepte stammen von Sohail Al Marzouqis Großmutter. Zu den typischen Gerichten gehören Machboos Samak, gewürzter Reis mit gebratenem Fisch, und traditionelle Nachspeisen wie Legaimat-Teigbällchen und Asidat al Tamor, Dattelpudding.

Es ist Tradition, mit der rechten Hand zu essen, und auf dem Al Fanar Seafood Market gibt es private Speisesäle, in denen man im Emirat-Stil auf Kissen und an einem abgesenkten Tisch sitzen kann. "Die Hauptmahlzeit wird auf dem Boden auf einer Matte oder einer Decke serviert, und wir sitzen drum herum auf Bodenkissen", sagt Marzouqi. "Zum Nachtisch gehen wir dann in einen anderen Raum."

Datteln spielen in den Nachtischen des Nahen Ostens eine wichtige Rolle. Von Asidat al Tamor, das aus Datteln und Dattelmehl hergestellt wird, bis hin zu Legaimat, Teigbällchen, die in Dattelsirup getränkt werden, ist die reichhaltige Süße der einheimischen Palmenfrucht ein prägender Geschmack.

Auf dem Al Fanar Seafood Market wird auch eine Auswahl traditioneller westlicher Süßigkeiten aus den sechziger und siebziger Jahren verkauft, die an die Zeit der süßen Importe aus der Zeit der Briten erinnern. Das britische Beerengetränk Vimto, das erstmals 1908 im englischen Manchester hergestellt wurde, ist ein weiteres beliebtes Produkt aus dem "Tuck Shop" des Restaurants und ein traditionelles Geschenk, das während des religiösen Fests Ramadan zwischen den Familien geteilt wird.