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Europäische Kreuzfahrten fallen aus: Schiffe stecken in Golfhäfen fest

Die Celestyal Discovery liegt derzeit im Hafen von Dubai.
Die Celestyal Discovery liegt derzeit im Hafen von Dubai. Copyright  Pjotr Mahhonin/Creative Commons
Copyright Pjotr Mahhonin/Creative Commons
Von Michael Starling
Zuerst veröffentlicht am
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Reedereien arbeiten rund um die Uhr, um gestrandete Kreuzfahrtgäste aus Dubai, Doha und Abu Dhabi nach Hause zu bringen. Zuvor konnten ihre Schiffe die Häfen dort nicht verlassen.

Mehrere anstehende Europa-Kreuzfahrten fallen aus, weil Schiffe im Arabischen Golf wegen der angespannten Lage nicht auslaufen konnten.

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Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten zwingt Reedereien, Fahrten zu stoppen und Tausende gestrandete Gäste zurückzubringen.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass in der Region zeitweise rund 15.000 Kreuzfahrtgäste festsaßen. Betroffen waren Schiffe mehrerer Anbieter – darunter MSC, TUI, Celestyal und AROYA –, die in wichtigen Häfen lagen.

Am Montag bestätigte die griechische Reederei Celestyal, dass ihre Schiffe weiterhin im Golf liegen: Die Celestyal Discovery in Dubai, die Celestyal Journey in Doha.

Nach Unternehmensangaben sind die Passagiere in Dubai bereits sicher von Bord gegangen. Die übrigen Gäste auf der Celestyal Journey sollen das Schiff in Katar innerhalb der nächsten 24 Stunden verlassen.

Beide Schiffe seien voll einsatzbereit und könnten jederzeit auslaufen, erklärte Celestyal. Der Zeitpunkt der Abfahrt werde in Abstimmung mit den zuständigen Behörden festgelegt.

Wegen der Lage sagt Celestyal jedoch zwei seiner „Iconic Aegean“-Inselkreuzfahrten in Griechenland ab, die noch in diesem Monat starten sollten.

Die dreinächtige Reise am 20. März und die viertägige Fahrt am 23. März mit der Celestyal Discovery finden nicht statt. Die Reederei bereitet vor, das Schiff für die Sommersaison ins Mittelmeer zu verlegen.

Gäste mit Buchungen auf den betroffenen Abfahrten erhalten wahlweise den vollen Reisepreis zurück oder eine Gutschrift für eine zukünftige Kreuzfahrt.

Saison gestrichen, Gäste zurückgeflogen

Auch andere Reedereien ändern oder unterbrechen ihre Programme in der Region.

Die von Saudi-Arabien unterstützte AROYA Cruises hat die restliche Wintersaison im Arabischen Golf komplett abgesagt.

Alle Passagiere seien am siebten März in Dubai sicher von Bord gegangen, teilte das Unternehmen mit. Die Entscheidung sei „aufgrund anhaltender operativer Rahmenbedingungen in der Region und in Abstimmung mit den zuständigen See- und Staatsbehörden“ getroffen worden.

Unterdessen organisiert die in Genf ansässige Reederei MSC Cruises Rückholflüge für Gäste der MSC Euribia in Dubai. Nach Unternehmensangaben hat MSC Flüge für mehr als 1.500 Reisende aus der Region heraus beschafft.

Sieben Flüge sind bereits gestartet, darunter eigene Chartermaschinen sowie Plätze bei Linienfluggesellschaften. Die Reisenden wurden unter anderem nach Großbritannien, Italien, Deutschland, Spanien, in die USA und nach Brasilien ausgeflogen.

„Unsere Schiffsführung und die Crew haben unermüdlich gearbeitet, um unsere Gäste gut zu versorgen, und unsere Teams weltweit waren rund um die Uhr im Einsatz, damit alle sicher und möglichst schnell nach Hause kommen“, erklärte Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises.

Der deutsche Anbieter TUI Cruises gab bekannt, dass alle Abfahrten der Mein Schiff 4 bis einschließlich Reisebeginn am 23. März gestrichen sind. Fahrten der Mein Schiff 5 fallen bis einschließlich Reisebeginn am zwölften März aus.

Die Mein Schiff 4 liegt derzeit in Abu Dhabi. Rückreisen „für alle Gäste und zahlreiche Crewmitglieder“ seien in den vergangenen Tagen bereits organisiert worden, teilte TUI am Montag mit.

Die Gäste an Bord der Mein Schiff 5 bleiben vorerst in Doha an Bord. Der Betrieb laufe „den Umständen entsprechend normal“.

Rückflüge für Gäste und Crew werden „fortlaufend“ organisiert – über Chartermaschinen von TUI Cruises und über reservierte Kontingente bei Qatar Airways.

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