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Quo vadis, britische Wirtschaft?

London von oben.
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"Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt ist es Zeit, an die Arbeit zu gehen", verkündet der frischgewählte Chef der britischen Konservativen, Boris Johnson.

Er will dem Land Auftrieb geben - doch wie wird er das machen, nachdem Großbritanniens Wirtschaft seit der Brexit-Abstimmung vom Wachstumsspitzenreiter der G7-Staaten auf den letzten Platz gefallen ist?

No-Deal-Brexit wäre katastrophal für Wirtschaft

Das britische Amt für Budgetverantwortung warnte davor, dass bei einem No-Deal-Brexit die Arbeitslosigkeit auf über 5% steigen würde und Immobilienpreise um etwa 10% fallen könnten.

Die Wirtschaft würde bis zum nächsten Jahr um 2% schrumpfen, Großbritannien letztlich in Rezession verfallen. Nach Meinung des britischen Nationalinstituts für Wirtschafts- und Sozialforschung könnte sich die Wirtschaft bereits jetzt in Rezession befinden.

Mehrere Sparten haben sich beeilt, Ratschläge für den neuen Premier zu veröffentlichen, um Klarheit und - idealerweise - einen geordneten Brexit zu schaffen. Die Ratingagentur Moody's hat gewarnt, dass Boris Johnson's Sieg das Risiko für einen No-Deal-Brexit erhöht.

Johnson setzt auf Handelsabkommen mit den USA

Einen Tag vor seiner Wahl sagte Johnson, dass ein Handelsabkommen den Brexit-Stillstand brechen könne. Doch Experten sagen: So einfach wird das nicht.

"Es gibt ein praktisches Problem, man kann Handelsabkommen nicht in einer sehr kurzen Zeitspanne verhandeln. Sie sind sehr komplex. Es ist leicht, in schwammigen und theoretischen Worten über ein Handelsabkommen mit den USA zu sprechen, aber die Erfahrung zeigt, dass Handelsabkommen mit den USA sehr schwierig zu erreichen sind und eine Menge Kompromisse benötigen würden, die viele Leute in Großbritannien inakzeptabel fänden", sagt Ian Bond, Direktor für Außenpolitik am Centre for European Reform.

Der Internationale Währungsfonds hat seinen neuen Wirtschaftsausblick veröffentlicht. Er rechnet nun damit, dass die britische Wirtschaft 2019 um 1,3% wächst. Diese Vorhersage geht allerdings von einem geordneten Brexit und einem folgenden stufenweisen Übergang zu einem neuen Handelsregime aus.