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Korrespondentenbericht: "Auf Johnson kommen große Herausforderungen zu"

Vincent McAviney, euronews-Korrespondent in London
Vincent McAviney, euronews-Korrespondent in London
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euronews-Korrespondent Vincent McAviney berichtet aus London:

"Boris Johnson hat die Abstimmung in der Konservativen Partei mit 66% deutlich gewonnen und damit einmal mehr bewiesen, dass er ein versierter Wahlkämpfer ist. Aber kann er diesen Sieg nun auch in einen Erfolg im Amt verwandeln?

Am Mittwoch wird er der 77. britische Premierminister, wenn er durch die berühmte schwarze Tür tritt. Aber seine Erfolgsgeschichte weist Lücken auf: Als Bürgermeister Londons beging er eine Reihe teurer Fehler und als Außenminister war er anfällig für Ausrutscher und machte unkluge Bemerkungen.

Auf ihn kommen jetzt große Herausforderungen zu: Ganz oben steht da natürlich der Brexit. Ihm bleiben nur noch Wochen, um einen Deal zu finden, aber er sagt, er sei auch zufrieden, wenn Großbritannien Ende Oktober ohne Deal austritt, wenn gut geplant wird.

Er wird wohl sehr bald in die USA fliegen, um seine Beziehung zu Donald Trump zu testen und zu zementieren. Auf persönlicher Ebene verstehen sie sich gut. Und er wird versuchen, irgendeine Vereinbarung zu erzielen, damit sie bald die Verhandlungen über ein Handelsabkommen aufnehmen, um Druck auf Brüssel auszuüben. Darüber hinaus ist Großbritannien zur Zeit in ein Machtspiel mit Iran verwickelt.

Wir werden sehen, ob sich Boris Johnson in den ersten Tagen im Amt dazu entschließen wird, auf der Weltbühne unnachgiebig aufzutreten."