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737-Max-Tragödie: Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück

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737-Max-Tragödie: Boeing-Chef Muilenburg tritt zurück
Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved   -   Andrew Harnik
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Zwei Abstürze von 737 Max-Maschinen mit 346 Toten haben Boeing in eine tiefe Krise gestürtzt. Nun ist Boeings Vorstandschef Dennis Muilenburg zurückgetreten.

Der US-Flugzeugbauer Boeing teilte am Montag in Chicago mit, dass ihr Vorstandsvorsitzender Dennis Muilenburg im Zuge der Krise um den Flugzeugtyp 737 Max zurückgetreten ist. Muilenburg stand wegen seines Krisenmanagements nach den zwei Abstürzen der 737-Max-Maschinen in der Kritik. Bei den Abstürzen in Indonesien im Oktober 2018 und in Äthiopien im März 2019 waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

Zum Nachfolger ernannte der Airbus-Rivale den bisherigen Verwaltungsratschef David Calhoun, er soll den Vorstandsvorsitz ab 13. Januar übernehmen.

Zuletzt hatte Boeing mitgeteilt, dass das Unternehmen die Produktion des mit Startverboten belegten Flugzeugmodells ab Januar vorübergehend aussetzen wolle. Bereits im April hatte Boeing die Produktion deutlich reduziert und die monatliche Fertigungsrate von 52 auf rund 42 Maschinen gedrosselt. Doch da Boeing die Maschinen bis zu einer Wiederzulassung nicht ausliefern darf, entstehen hohe Kosten und logistische Probleme. Laut Boeing müssen deshalb derzeit rund 400 Flugzeuge zwischengelagert werden, was zunehmend zu Platzmangel führt.

Profiteur des Boeing-Debakels ist Airbus, die Zahl ausgelieferter Maschinen stiegt in der ersten Jahreshälfte um 28 Prozent, während Boeings Anzahl im selben Zeitraum um 37 Prozent zurückging.