In ganz Frankreich sind wegen Krawallen am Rande der Jubelfeiern nach dem Sieg des PSG im Finale der Champions League 780 Personen festgenommen worden - die meisten in Paris.
Die französischen Behörden berichten von schweren Ausschreitungen nach dem zweiten Champions-League-Triumph von Paris Saint-Germain (PSG). Die Polizei nahm 780 Menschen fest - die meisten in der Hauptstadt, wie das Innenministerium mitteilte.
Zuvor hatten Zehntausende Fans nach dem Schlusspfiff auf den Straßen im ganzen Land gefeiert. In Budapest gewann der französische Topklub PSG das dramatische Finale gegen Arsenal im Elfmeterschießen.
Leuchtfeuer und zerstörte Geschäfte an den Champs Elysées
In Paris zogen Fans über die Avenuen nahe dem Arc de Triomphe. Einige zündeten Leuchtfackeln und hupten mit ihren Autos. Auf den Champs-Élysées versammelten sich rund 20.000 Menschen. Die Polizei versuchte, die Menge unter Kontrolle zu halten.
Die Polizeipräfektur berichtete von kleineren Gruppen, die an mehreren Orten für Randale sorgten. Einige legten Feuer und zerstörten Geschäfte. Sie steckten auch Autos in Brand.
Ein Polizeibeamter wurde verletzt. Eine Gruppe, die im 8. Arrondissement eine Polizeiwache stürmen wollte, löste die Polizei nach eigenen Angaben auf.
Der Périphérique, die große Ringstraße um Paris, war kurzzeitig von einer Menschenmenge blockiert, bis die Polizei einschritt. Nach offiziellen Angaben wurden auch eine Bäckerei und ein Restaurant beschädigt.
Laut Polizei hielten Einsatzkräfte zudem rund 1.000 Menschen nahe dem PSG-Stadion im 16. Arrondissement zurück. Die Sicherheitskräfte mussten dort Barrikaden aus Fahrrädern wegräumen.
Die Ausschreitungen knüpfen an die Ereignisse vom Mai 2025 an. Damals stand Paris unter hoher Alarmbereitschaft, mit 8.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, als PSG den lange ersehnten ersten Champions-League-Titel gewann.
In der französischen Hauptstadt wurden damals rund 201 Menschen verletzt. Landesweit gab es mehr als 500 Festnahmen.