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Boeing stoppt Produktion der Unglücksmaschine 737 Max

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Boeing stoppt Produktion der Unglücksmaschine 737 Max
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AP Photo/Elaine Thompson - Elaine Thompson
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Der US-Luftfahrtkonzern Boeing setzt die Produktion des nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Flugzeugmodells 737 Max ab Januar vorübergehend aus. Das teilte das Unternehmen am Montag (Ortszeit) in Chicago mit.

Bei den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien, bei denen im Oktober 2018 und März 2019 insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen, haben Boeing in eine tiefe Krise gebracht. Schuld war offenbar ein Software-Fehler. Ein Desaster für den Konzern, der tief in die roten Zahlen rutschte.

Jeder bei Boeing räumt ein, dass große Fehler sowohl von Seiten des Unternehmens als auch von der FAA-Aufsichtsbehörde begangen wurden. Beide sind nicht offen mit den Problemen umgegangen. Und das erschwert das derzeitige Problem, denn es kommen immer wieder neue Informationen ans Licht, der Seifenoper-Effekt wird verstärkt und an der Flugtauglichkeit des Flugzeugs wird gezweifelt.
Joe Schwieterman
Luftfahrtexperte

Boeing hatte die 737-Produktion bereits im April deutlich reduziert und die monatliche Fertigungsrate von 52 auf rund 42 Maschinen gedrosselt. Doch da Boeing die Maschinen bis zu einer Wiederzulassung nicht ausliefern darf, entstehen hohe Kosten und logistische Probleme. Laut Boeing müssen deshalb derzeit rund 400 Flugzeuge zwischengelagert werden, was zunehmend zu Platzmangel führt.

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte Boeing vergangene Woche deutlich zu verstehen gegeben, nicht auf eine rasche Wiederzulassung der 737 Max zu setzen. FAA-Chef Steve Dickson habe Bedenken, dass der Flugzeugbauer einen "unrealistischen" Zeitplan verfolge, warnte die Behörde Boeing in einer am Donnerstag veröffentlichten E-Mail.

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