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Perspektive Sommerurlaub? Altmeier: Noch nicht buchen!

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Von Euronews  mit dpa, BILD, franceinfo
Einige Länder raten davon ab, jetzt schon den Sommerurlaub zu buchen
Einige Länder raten davon ab, jetzt schon den Sommerurlaub zu buchen   -   Copyright  Pixabay

Für viele Menschen ist der nächste Urlaub in diesem langen Corona-Winter eine hoffnungsvolle Perspektive. Doch Norwegen hat zum Beispiel seine Empfehlung, nicht zu reisen, verlängert. Und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier rät sogar davon ab, den Sommerurlaub schon zu buchen.

Norwegen rät BürgerInnen von Reisen bis April ab

Die norwegischen Behörden raten ihren Bürgerinnen und Bürgern aus Corona-Sorgen auch über Ostern hinaus von Reisen außerhalb des Landes ab. Das Außenministerium in Oslo hat beschlossen, seine Empfehlung gegen nicht dringend notwendige Reisen in sämtliche Länder vorzeitig zu verlängern.

Wie das Ministerium am Dienstag mitteilte, gilt die ursprünglich bis zum 1. März vorgesehene globale Reiseempfehlung nun bis zum 15. April. In diesen Entschluss spielten verschiedene Faktoren hinein, darunter die weltweite Infektionslage, neue Maßnahmen gegen mutierte Virus-Varianten, Reisebeschränkungen und die Kapazitäten des jeweiligen Gesundheitswesens in den Ländern, hieß es aus Oslo.

Ausnahmen nur für Island, Färöer, Grönland und Finnland

Ausnahmen von dem Rat gibt es nur für Länder und Regionen im Schengen- und Europäischen Wirtschaftsraum mit geringen Infektionszahlen - das sind demnach lediglich Island, die Färöer-Inseln, Grönland und einige wenige Gebiete in Finnland. Diese Ausnahmen sollen von den Norwegern allerdings nicht als Aufforderung zum Reisen betrachtet werden.

Auch in umgekehrte Richtung ist die Grenze weitgehend geschlossen: Ausländische Staatsbürger können seit dem 29. Januar nicht mehr nach Norwegen einreisen, sofern sie keinen festen Wohnsitz im Land haben. Diese Maßnahme sollte nach 14 Tagen von der Regierung geprüft werden - ob sie dann verlängert wird, ist noch unklar.

Die Neuinfektionszahlen in Norwegen gehören auf die Bevölkerung heruntergerechnet seit längerem zu den niedrigsten in Europa. Doch auch in dem skandinavischen Land gelten verschiedene Beschränkungen. Das Land hatte zuletzt seine Grenzen dichtgemacht, für alle, die nicht in Norwegen leben. Es gelten nur wenige Ausnahmen, zum Beispiel für medizinisches Personal, das aus Schweden und Finnland einreist und für den Transport von Waren.

Altmeier: Noch keinen Sommerurlaub buchen!

Im Interview mit der „Bild“-Zeitung hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier davor gewarnt, jetzt schon den Sommerurlaub zu buchen.

Er würde jedem empfehlen, noch einige Wochen lang die Situation zu beobachten, bevor eine Entscheidung getroffen wird, die nachher nicht rückgängig gemacht werden kann, sagte Altmaier. "Also besser noch nichts buchen!"

Der Minister machte deutlich, dass es sich dabei um einen persönlichen Rat handelt und nicht um eine Empfehlung des Bundeswirtschaftsministers. Bereits während der ersten Corona-Welle im Frühjahr zeigte sich Altmaier vorsichtig. Damals sei er dafür kritisiert worden, dass er nichts hatte versprechen können. Am Ende hätten dann doch ganz viele Menschen in den Urlaub fahren können, so Altmaier.

Wenn alles gut läuft, wäre schon bis zum Sommer ein Großteil der Bevölkerung geimpft und die Pandemie kommt zum Erliegen, die hohen Temperaturen könnten dabei mithelfen. Es kann nach Ansicht mancher Experten aber auch ganz anders kommen.

Spanien: neuer Gesundheitsalarm bis zum 9. Mai. Sommerurlaub gefährdet?

Die touristischen Aussichten in Spanien sehen trübe aus. Das Land hat gerade einen neuen Gesundheitsalarm bis zum 9. Mai 2021 für das gesamte Staatsgebiet, mit Ausnahme der Kanarischen Inseln, verordnet. Von der Pandemie stark betroffen, zwingt Spanien Reisende aus 65 "Risikoländern", innerhalb von 72 Stunden nach Ankunft im Land einen negativen PCR-Test vorzulegen.

Für die Europäer ist es daher schwierig, sich vorzustellen, den Sommerurlaub unter der iberischen Sonne zu verbringen, besonders für die Franzosen - laut dem spanischen nationalen Institut für Statistik (INE) stellten die Franzosen mit 3,8 Millionen Urlaubsgästen die größte Gruppe an Touristen.

Ende Januar sagte der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez in einer Rede, dass nur "eine Massenimpfung den Weg zu der Normalität ebnen wird, die wir uns alle wünschen." Das Land verfolge das Ziel, "bis zum Ende des Sommers 70 % der Bevölkerung geimpft zu haben", dadurch sei Spanien schrittweise besser auf den Empfang internationaler Touristen vorbereitet, so Sanchez.