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Ist Telearbeit die Zukunft oder doch lieber Büro?

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Von Pedro Sacadura
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Ist Telearbeit die Zukunft oder doch lieber Büro?
Copyright  LOIC VENANCE/AFP
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Ist die Zukunft der Arbeit virtuell? Für diese Angestellten der AXA Bank in Belgien ist die Antwort bereits klar. Ab dem 1. September können sie entscheiden, ob sie im Büro oder von zu Hause aus arbeiten wollen. Dank einer Vereinbarung zwischen den Tarifpartnern.

Das Zauberwort heißt Flexibilität.

Denkbar sei, daß jemand fünf Tage lang an einem Projekt von zu Hause aus arbeite, dann in der folgenden Woche zur Präsentation drei Tage im Büro, so ein Sprecher der Bank. Dadurch sollten extreme Situationen vermieden werden. Doch niemand werde dabei ausschließlich von zu Hause aus arbeiten.

Die Hürden für die Arbeit von zu Hause scheinen zu fallen. Zwei Drittel aller Angestellten sprechen sich in Umfragen für mehr Flexibilität in der Zukunft aus. (Ipsos-Studie in 29 Ländern im Auftrag des World Economic Forums)

Im Durchschnitt wollen diese zweieinhalb Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten. In Belgien und Frankreich sind es nur 1,9 Tage.

Experten sehen in diesem Trend die Notwendigkeit, Flexibilität europaweit zu installieren - um Chaos zu vermeiden. Derzeit operierten die Unternehmen auf der Basis der Europäischen Rahmenvereinbarung zur Telearbeit aus dem Jahre 2002, so der Analyst Mario Mariniello von Bruegel. Nach 20 Jahren technologischer Entwicklung und nun der Pandemie sei die Zeit für einen Update gekommen.

Allerdings birgt die sytematische Hausarbeit auch Risiken: Burnouts, fehlender sozialer Kontakt und ein gewisses Entrücktsein. Kommission und Parlament arbeiten derzeit an ihren eigenen Regeln zur Telearbeit. Darüber dürfte dann nach dem Sommer kontrovers diskutiert werden.

Journalist • Stefan Grobe