Frühaufsteher können am Freitagmorgen, dem 28. August, ein besonderes Himmelsschauspiel beobachten: Eine partielle Mondfinsternis lässt den Vollmond zeitweise fast vollständig im Schatten der Erde verschwinden.
Nur gut zwei Wochen nach der totalen Sonnenfinsternis vom 12. August bietet der Himmel wieder ein spektakuläres Schauspiel. Am frühen Freitagmorgen, den 28. August, zieht der Mond teilweise durch den Erdschatten.
Allerdings geht der Mond kurz nach der maximalen Bedeckung auch schon am Horizont unter - ein kurzes Spektakel also. Und da auch die Sonne um diese Zeit aufgeht, ist der Himmel schon hell. Wer das Schauspiel beobachten möchte, braucht freie Sicht zum westlichen bis südwestlichen Horizont.
Die partielle Finsternis beginnt in Deutschland gegen 4:33 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht sie um 6:12 Uhr. Dann ist nur noch ein schmaler heller Rand des Mondes zu sehen.
Was ist eine partielle Mondfinsternis?
Eine partielle Mondfinsternis entsteht, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht und ihren Schatten auf den Trabanten wirft. Dieses Mal bedeckt der Schatten der Erde rund 93 % des scheinbaren Monddurchmessers. Die Finsternis kommt damit fast einer totalen Mondfinsternis gleich. Bis zur nächsten totalen Mondfinsternis - "Blutmond" - dauert es allerdings noch bis zur Silvesternacht 2028/2029.
Der verdunkelte Bereich kann sich rötlich oder orange färben. Grund ist, wie die Erdatmosphäre das Sonnenlicht filtert.
Wo und wie lässt sich die Finsternis beobachten?
Anders als bei einer Sonnenfinsternis kann man die Mondfinsternis mit bloßem Auge beobachten, spezielle Schutzbrillen sind nicht notwendig. Mit einem Fernglas oder einem Teleskop werden die Bewegung des Schattens und Details auf der Mondoberfläche noch besser sichtbar.
Am besten eignet sich dieses Mal ein Beobachtungsort mit freiem Blick zum Westhorizont, denn in den letzten Phasen steht der Mond sehr niedrig. Schon ein Hügel oder Bäume in einigen hundert Metern Entfernung können den tiefstehenden, verfinsterten Mond verdecken.