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Die große Frage: Wird aus einem viralen Hype eine Weltmarke?

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Air-Up-Chefin Cristina Kenz stellt sich „The Big Question“
Cristina Kenz, Air-Up-Chefin, in „The Big Question“ Copyright  Euronews
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Von Hannah Brown & Angela Barnes
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„Wir sehen niemanden als Konkurrenz“: Virale Marke mit Ashton Kutcher und PepsiCo als Geldgebern im Porträt

Mit mehr als zwölf Millionen Beiträgen auf Tiktok, Milliarden Abrufen und Influencer-Videos auf Instagram mit einem Millionenpublikum sind die Flaschen von Air Up in Europa zu einem viralen Phänomen geworden.

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Die Marke entstand 2019, gegründet von fünf Studierenden in München. Inzwischen hat Air Up mehr als 15 Millionen Flaschen und über 200 Millionen seiner austauschbaren Pods verkauft. Doch was macht diese Flasche so begehrt? Und kann aus einem viralen Hit tatsächlich eine dauerhafte Weltmarke werden?

Air-Up-Chefin Cristina Kenz war für die jüngste Ausgabe von „The Big Question“ im Studio bei Angela Barnes. Sie erklärte, wie das Unternehmen aus der viralen Aufmerksamkeit feste Trinkgewohnheiten bei Kundinnen und Kunden machen will – und wen es als größte Konkurrenz sieht.

Kenz hatte zuvor Spitzenpositionen bei PepsiCo, Danone und Kraft Heinz sowie beim Unternehmen hinter Burger King inne. Ein Großteil ihrer Laufbahn drehte sich um Marken aus dem Bereich der schnelllebigen Konsumgüter (FMCG).

Air Up: Mehr als nur eine Wasserflasche?

Auf den ersten Blick wirkt es, als würde Air Up aromatisiertes Wasser verkaufen – oder einfach eine weitere Plastikflasche, die irgendwann hinten im Küchenschrank verstaubt. Ganz ausgeschlossen ist das nicht. Doch in dem Konzept steckt mehr.

Die Empfehlungen unterscheiden sich zwar je nach Land in Europa. Gesundheitsbehörden raten aber generell dazu, regelmäßig Flüssigkeit zu trinken. Der individuelle Bedarf hängt unter anderem von Alter, Aktivität und Klima ab.

„Wir existieren, um Menschen zu helfen, mehr Wasser zu trinken“, erklärte Cristina.

„Und wir tun das ohne Zucker, ohne künstliche Zusätze. Es ist reines Wasser mit einem Hauch Geschmack, der Trinken Freude macht.“

Die austauschbaren Pods werden oben auf die Flasche gesteckt. Sie sollen allein über den Geruch einen Geschmackseindruck erzeugen. Das Unternehmen nennt diesen Prozess ‚scentaste‘.

Bislang konnte Air Up prominente Investorinnen und Investoren gewinnen, darunter Ashton Kutcher, Mila Kunis und PepsiCo.

Vom Hype zur Weltmarke: Gelingt Air Up der Sprung?

Nach Cristinas Einschätzung verläuft die Entwicklung bislang in drei Phasen: Hype, Viralität und der Aufbau von Gewohnheiten.

„Das Bilden von Gewohnheiten geht etwas langsamer“, sagte sie. „Menschen müssen das System Tag für Tag nutzen, damit unser Versprechen für ausreichend Flüssigkeitszufuhr wirklich aufgeht. Sie müssen immer wieder zurückkommen – darauf konzentrieren wir uns im Moment.“

Viele zweifeln daran, wie lange ein virales Produkt überhaupt Teil unseres Alltags bleibt. Cristina und ihr Team setzen deshalb darauf, Air Up möglichst leicht verfügbar zu machen – als einen Weg, um die regelmäßige Nutzung zu fördern.

„Inzwischen haben wir 15.000 Verkaufsstellen“, erklärte sie.

„Es ist ein bisschen wie mit dem Fitnessstudio“, sagte sie. „Wir alle wissen, dass es gut für die Gesundheit ist, dorthin zu gehen. Aber wenn man erst den Bus nehmen und noch einen Kilometer laufen muss, schafft man es am Ende doch nicht.“

Air-Up-Chefin Cristina Kenz war für „The Big Question“ bei Angela Barnes im Studio
Air-Up-Chefin Cristina Kenz war für „The Big Question“ bei Angela Barnes im Studio Euronews

Air Up: Wie geht es weiter?

Statt einer schnellen internationalen Expansion konzentriert sich Air Up nach Cristinas Angaben derzeit darauf, in seinen vier wichtigsten Märkten feste Kundengewohnheiten zu verankern: in Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich.

Sie sprach auch über eine mögliche spätere Börsennotierung. Sollte Air Up irgendwann an die Börse gehen, würde sie einen Börsenplatz in Europa gegenüber den USA bevorzugen. Derzeit steht ein Börsengang jedoch nicht oben auf der Agenda.

Das Unternehmen denkt dennoch über weiteres internationales Wachstum nach. Cristina berichtet, dass sie regelmäßig Anfragen potenzieller Partner aus Märkten wie Korea, Mexiko, Vietnam und Japan erhält.

„An dem Punkt, an dem wir jetzt stehen, müssen wir vor allem unser Modell schärfen“, sagte sie. „Wir müssen herausfinden, wie es sich wiederholen lässt, wie wir den Weg vom Hype über das Virale bis hin zur Gewohnheit gehen.

„Sobald wir eine echte Gewohnheit geschaffen und verstanden haben, wie dieses Modell funktioniert, lässt es sich viel leichter in weiteren Ländern ausrollen und immer wieder anwenden.“

The Big Question ist eine Reihe von Euronews Business, in der wir mit Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft und mit Expertinnen und Experten über einige der wichtigsten Themen der aktuellen Agenda sprechen.

Das Video oben zeigt das gesamte Gespräch über den viralen Erfolg von Air Up.

Weitere Quellen • Edited by Arno Aubert

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