Loader
Finden Sie uns
Werbung

UN-Organisationen warnen: Wichtige Funkfrequenzen für Erdbeobachtung schützen

Diese Karte zeigt beispielhaft, wie wahrscheinlich Störungen in zwei Wochen im Februar 2024 sind.
Diese Karte zeigt beispielhaft die Wahrscheinlichkeit von Störungen in einem Zeitraum von zwei Wochen im Februar 2024. -  Copyright  ESA (data source: ERMIT-SMOS RFI team)
Copyright ESA (data source: ERMIT-SMOS RFI team)
Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die UN warnen, dass Funkstörungen Messungen verfälschen und Wetterprognosen unzuverlässig machen könnten. Behörden hätten es dann schwerer, sich auf Umweltgefahren vorzubereiten und zu reagieren.

Radiofrequenzen, die für Wettervorhersagen, Frühwarnsysteme, Klimabeobachtung und Wasserressourcen nötig sind, müssen vor der wachsenden Gefahr von Störungen durch neue Technologien geschützt werden, teilten die Vereinten Nationen am Montag mit.

WERBUNG
WERBUNG

Manche Sensoren erfassen sehr schwache natürliche Signale auf bestimmten Frequenzen. Für sie ist der Schutz vor schädlicher Funkstörung besonders wichtig.

Diese Systeme ermöglichen Beobachtungen von Atmosphäre, Ozeanen und Landflächen und übertragen Daten, die lebensrettende Frühwarnungen, verlässliche Wetterprognosen und eine langfristige Überwachung des Klimas stützen.

Die UN-Fachorganisationen für Telekommunikation und Wetter warnten jedoch am Montag, dass die zunehmende Nutzung von Frequenzen durch andere Funkdienste, etwa drahtlose Netze und Satellitendienste, das Risiko von Störungen erhöht. Dadurch geraten genau jene Frequenzbänder unter Druck, die diese Systeme benötigen.

Funkstörungen können Messungen unterbrechen, die Datenqualität oder -verfügbarkeit mindern und damit die Zuverlässigkeit von Vorhersagen und Warnungen beeinträchtigen. Behörden könnten sich dann schlechter auf Umweltgefahren vorbereiten und darauf reagieren.

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) (Quelle auf Englisch) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) (Quelle auf Englisch) treffen sich in dieser Woche in Genf zu einem Expertenseminar. Beide rufen Regierungen und Aufsichtsbehörden dazu auf, den Zugang zu für die Meteorologie unverzichtbaren Frequenzen zu sichern.

„Während wir hier sprechen, messen Satelliten Veränderungen in unseren Ozeanen und in unserer Atmosphäre“, sagte ITU-Generalsekretärin Doreen Bogdan-Martin bei der Veranstaltung am Montag.

„Radare verfolgen Stürme, während sie entstehen“, erklärte sie. Dazu gehöre auch der kräftige Nor’easter, der am Wochenende ihre Heimatregion im dicht besiedelten Nordostkorridor der USA getroffen habe, tausende Haushalte vom Stromnetz getrennt und mindestens eine Person getötet habe.

Einzigartige Wettervorhersagen

„Ein störungsfreies Funkspektrum hält Wettervorhersagen präzise, Notfallmeldungen und Warnungen rechtzeitig und Klimadaten verlässlich, damit sich Gemeinschaften vorbereiten, reagieren und ihre Widerstandsfähigkeit stärken können“, betonte Bogdan-Martin.

„Das Verhindern schädlicher Funkstörungen ist eine Frage der öffentlichen Sicherheit und kann Leben retten.“

Wetterradar, Blitzortung, Beobachtung im Luft- und Seeverkehr, hydrologische Überwachung und andere zentrale Systeme stützen sich auf diese Frequenzbänder, um Daten zu sammeln und auszutauschen.

Bei dem Treffen am Montag erläuterte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo, wie diese Systeme funktionieren.

Blitze nach einem schweren Gewitter über Chicago, 27. August 2024
Blitze nach einem schweren Gewitter über Chicago, 27. August 2024 AP Photo

„Ein Sturm verrät sich in den schwachen natürlichen Signalen, die er aussendet, und in den Echos der Signale, die wir senden, um ihn nachzuweisen“, sagte sie.

„Im Kern funktioniert all dies, weil es einen physikalischen Zusammenhang gibt zwischen der Größe von Wassertröpfchen und Eiskristallen in den Wolken und dem Frequenzspektrum“, erklärte sie.

Diese Frequenzen, sagte sie, „ermöglichen Beobachtungen, die keine anderen Frequenzen bieten können“.

„Diese Bänder müssen geschützt werden.“

Weitere Quellen • AFP

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Kampf um Rohstoffe: Geopolitische Machtspiele in der Arktis

Maßnahmen gegen Waldbrand: EU-Parlament will Folgen der Klimakrise angehen

UN-Organisationen warnen: Wichtige Funkfrequenzen für Erdbeobachtung schützen