EU-Kommissionspräsidentin erläutert im Detail, wie die EU Folgen der Klimakrise anpacken will.
Ursula von der Leyen spricht von einem Sommer der Extremhitze als „bloßem Vorgeschmack“ auf die Temperaturen, die Europa noch bevorstehen.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission fand deutliche Worte. Sie zählte zahlreiche Regionen in Europa auf, die in diesem Sommer von extremen Wetterlagen betroffen waren. Nach ihren Angaben führte dies zu 35.000 zusätzlichen Todesfällen.
Für einen bewegenden Moment sorgte sie, als sie die Familie eines Feuerwehrmanns vorstellte, der beim Einsatz gegen die Flammen ums Leben kam. Das Parlament erhob sich zu einer langen stehenden Ovation für den verstorbenen Feuerwehrmann.
In ihrer jährlichen Rede zur Lage der Union sprach sie angesichts der wiederkehrenden Hitzewellen von einem „Sommer der Wahrheit“, in dem sie die Politik und Vorhaben für das kommende Jahr skizzierte.
Sie betonte, im Zentrum des europäischen Umgangs mit Extremwetter müssten Minderung, Anpassung und bessere Vorsorge stehen.
„Wir werden im kommenden Monat einen neuen Rahmen für Klimarisilienz vorstellen. Wir werden 100 der verwundbarsten Gebiete in Europa identifizieren. Und wir werden die Risiken bewerten und festlegen, auf welcher Ebene sie gemanagt werden sollen“, sagte die Kommissionspräsidentin mit Blick darauf, dass in diesem Sommer rund 660.000 Hektar Land verbrannt und etwa zwölf Millionen Tonnen Ernte vernichtet wurden.
Von der Leyen kündigte außerdem eine neue Allianz für Klimaversicherungen an.
„Heute sind in Europa nur rund 25 Prozent der Katastrophenschäden durch private Versicherungen gedeckt. Das bedeutet, dass viel zu häufig die nationalen Haushalte zum Versicherer der letzten Instanz werden.
Wir müssen handeln, um diese Lücke zu schließen“, sagte die Kommissionspräsidentin den Abgeordneten in Straßburg.
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