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Oktoberfest: Streit im Paulaner-Festzelt – plötzlich fehlten sieben Schankkellner

Eine Kellnerin trägt Bierkrüge nach dem Anstich des 191. Oktoberfests in München, Deutschland, am Samstag, den 19. September 2026.
Eine Kellnerin trägt Bierkrüge nach dem Anstich des 191. Oktoberfests in München, Deutschland, am Samstag, den 19. September 2026. -  Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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Im Paulaner-Festzelt haben sieben Schankkellner während des laufenden Oktoberfest-Betriebs ihre Arbeit niedergelegt. Auslöser war ein Streit mit dem neuen Festwirt Lorenz Stiftl. Beim genauen Ablauf des Vorfalls gehen die Darstellungen allerdings auseinander.

München hat auf der Wiesn schon viel erlebt: Alle Jahre wieder gibt es Betrunkene auf dem Heimweg, verlorene Zähne und Krücken, zerbrochene Maßkrüge und die ewige Frage, ob das Hendl nun wirklich 18 Euro kosten muss.

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Was im Paulaner-Festzelt am Montagabend passierte, dürfte allerdings selbst für Oktoberfest-Verhältnisse ungewöhnlich sein: Das Bier war da. Die Gäste waren da. Die Krüge waren da. Nur sieben Männer hinter den Zapfhähnen waren plötzlich weg.

Auslöser war offenbar ein Streit zwischen dem Festwirt Lorenz Stiftl und zwei Schankkellnern.

Beim Auslöser des Streits gibt es unterschiedliche Darstellungen. Während die Wirtsseite von einem Schankkellner spricht, der während der Arbeitszeit Bier getrunken hätte, berichten Mitarbeiter aus dem Umfeld der Bedienungen von einem anderen Ablauf. In einer Darstellung sollen zwei Kellner außerhalb ihrer Pause etwas gegessen haben. Andere Quellen aus Bedienungskreisen berichten ebenfalls von Bierkonsum, schildern den anschließenden Streit jedoch deutlich anders: So soll der Wiesn-Wirt einen Mitarbeiter beschimpft und ihm Bier vor die Füße gekippt haben.

Die Münchner Abendzeitung berichtet unter Berufung auf mehrere Quellen aus Bedienungskreisen, der Streit zwischen dem Festwirt und den Schankkellnern sei auch körperlich geworden. Konkrete Details dazu nennt die Zeitung in dem Bericht allerdings nicht.

Die Sprecherin der Wirtsfamilie weist zugleich Berichte über eine körperliche Auseinandersetzung zurück. Zu Handgreiflichkeiten sei es „definitiv nicht“ gekommen. Einer der beiden Mitarbeiter habe, nachdem er beim Biertrinken erwischt wurde, mit einer ausfallenden Reaktion gegenüber dem Wirt reagiert. Dieser habe daraufhin das Beschäftigungsverhältnis beendet. Nach Darstellung der Wirtsseite sei der Vorgang dabei ohne weitere Eskalation verlaufen.

Tatsache ist: Insgesamt sieben Schankkellner fehlten plötzlich am frühen Montagabend.

Solidarität unter Wiesn-Wirten

Der kurzfristige Ausfall konnte offenbar schnell aufgefangen werden: Unterstützung kam umgehend aus dem benachbarten Hacker-Festzelt. Dessen Wirt schickte drei Mitarbeiter ins Paulaner-Zelt, darunter seinen ersten Schankkellner und eine Braumeisterin. Am Dienstagmorgen standen dann auch acht neue Schankkellner als Ersatz bereit.

Die Vereinigung der Münchner Wiesnwirte sprach in diesem Zusammenhang von der „Wiesn-Familie“, die sich gegenseitig helfe. Zugleich stellte sie klar, dass Alkohol am Arbeitsplatz auch auf dem Oktoberfest nicht geduldet werde.

Das Paulaner-Festzelt wird in diesem Jahr erstmals von Christine und Lorenz Stiftl betrieben. Die beiden haben die traditionsreiche Aufgabe zur Wiesn 2026 übernommen. Das Zelt verfügt über mehr als 6.000 Sitzplätze im Innenbereich und gehört damit zu den großen Festhallen des Oktoberfests.

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