In einem überarbeiteten Bericht zum Vorfall auf dem Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup räumte das Militär am Donnerstag ein, sich womöglich geirrt zu haben.
Vor rund einem Jahr gab es im Vorfeld des EU‑Gipfels in Kopenhagen einen mutmaßlichen Drohnenvorfall, der europaweit für Ausregung sorgte. Damals wurde Drohnen sowohl über zivilen als auch über militärischen Flugplätzen gesichtet. Die Behörden verschärften daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen, legten Flughäfen vorübergehend still und verhängten ein privates Drohnenverbot.
Nun haben die dänischen Streitkräfte eingeräumt, ihr erster Bericht zu den Ereignissen könne fehlerhaft gewesen sein. Er befasst sich mit den mutmaßlichen Drohnen unbekannter Herkunft, die im Herbst 2025 über das Land flogen.
Zu den betroffenen Standorten gehörte der Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup, auf dem ukrainische Piloten an F‑16‑Kampfjets ausgebildet werden.
Nach anhaltender Skepsis gegenüber der offiziellen Darstellung bestätigten Regierung und Militär im Juni, dass tatsächlich Drohnen über Dänemark flogen. Ihre Herkunft blieb allerdings unklar.
Das dänische Militär veröffentlichte zudem einen Bericht über den Umgang mit den Vorfällen. Doch an der Schilderung eines Vorfalls kamen Zweifel auf. Medien hatten über Zeugenaussagen berichtet, die dieser Version widersprechen. Daraufhin ordnete Verteidigungsminister Jeppe Bruus eine Überprüfung an.
In dem nun überarbeiteten Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, räumt das Militär ein, dass seine Darstellung möglicherweise falsch war. Demnach könnten Soldaten in die Luft geschossen haben, während ein Zivilflugzeug vorbeiflog. Diesen Verdacht hatten zuvor einige Luftfahrt‑ und Drohnenexperten geäußert.
Die Streitkräfte betonen aber, dass ihre Einschätzung bleibe: Die Soldaten haben auf ein Flugobjekt gezielt, das sie für eine Drohne hielten. Ausschlaggebend sei unter anderem die Flugbahn gewesen.
„Die in Borris eingesetzte Einheit erfüllte einen sensiblen Wachdienst, der dem Schutz ukrainischer Auszubildender im Lager diente, und die Einheit beobachtete am 24., 25. und 28. September 2025 Drohnen über dem Lager Borris“, hieß es.
Dänemark arbeitet seitdem daran, seine Abwehr‑ und Ortungssysteme gegen Drohnen auszubauen.