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Schülerproteste in Frankreich: Neue Spannungen vor Dienstag-Demos

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Blockade am Lycée Voltaire in Paris, Donnerstag, erster Oktober 2026.
Blockade des Lycée Voltaire in Paris am Donnerstag, dem ersten Oktober 2026. -  Copyright  AP Photo/Nicolas Garriga
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Von Olivier Tolachides
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Nach Zwischenfällen bleibt heute unter anderem das Lycée Vauquelin in Paris geschlossen. Regierungssprecherin Maud Bregeon kündigt an, dass der Gesetzentwurf „casseurs-payeurs“ am 27. Oktober im Senat beraten wird.

Die Schülergewerkschaft Union syndicale lycéenne hat für Dienstag zu einem großen Aktionstag aufgerufen. Schon am Montagmorgen kam es zu ersten Zwischenfällen. Vor dem Lycée Vauquelin im 13. Pariser Arrondissement seien „rund zehn vermummte und maskierte Jugendliche zum Eingangstor gekommen“, berichtete Schulleiterin Carole Zerbib. Sie „brachten Mülltonnen und brennbares Material“ vor den Eingang und legten dann Feuer, sagte sie dem Sender BFMTV.

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Die Schule bleibt deshalb den ganzen Tag geschlossen. „Das sind kriminelle Taten, die unter das Gesetz fallen und so hart wie möglich bestraft werden müssen“, kritisierte Jean-Didier Berger, beigeordneter Minister von Innenminister Laurent Nuñez.

Auch vor den Pariser Gymnasien Voltaire, Sophie-Germainund Turgot meldeten die Behörden Aktionen und Spannungen, ebenso in Lyon und in Lille. „Rund 40 Hochschulstandorte“ dürften ebenfalls gestört sein, erklärte der Minister für Hochschulbildung Philippe Baptiste auf Sud Radio.

Am Vormittag waren nach Angaben des Bildungsministeriums 413 Einrichtungen „von Aktionen oder Störungen betroffen“.

Gesetzentwurf: Randalierer sollen zahlen

Angesichts der in den vergangenen Tagen beobachteten Gewalt kündigte Regierungssprecherin Maud Bregeon auf CNews an, der Gesetzentwurf „casseurs-payeurs“ (übersetzt etwa: "Randalierer, die dafür zahlen")werde am 27. Oktober im Senat beraten. „Damit können wir in Familienleistungen eingreifen (…) für Sachbeschädigungen, die Volljährige oder Minderjährige begangen haben“, sagte sie. Zugleich solle „eine Form kollektiver Verantwortung“ eingeführt werden.

Mathilde Panot, Vorsitzende der LFI-Fraktion in der Nationalversammlung, sagte bei franceinfo, auf die Forderungen der Schüler gebe es „keine politische Antwort“, sondern nur „eine polizeiliche Antwort“.

Den Mobilisierungstag am Dienstag, den die Organisatoren „Akt III“ nennen, unterstützt ein breites Bündnis der Gewerkschaften im Bildungssektor. Auch die Sozialistische Partei (PS) ruft dazu auf, „an der Seite der Schülerinnen und Schüler zu stehen“.

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