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Iran-Krieg : Ölpreise steigen aus Angst vor Eskalation

Archiv: Händler beobachten Monitore in der Devisenabteilung der Hana-Bank-Zentrale in Seoul, wo ein Bildschirm den KOSPI zeigt, Donnerstag, den achten Okt. 2026.
Archivbild: Händler beobachten Monitore im Devisenhandelsraum der Hana-Bank-Zentrale in Seoul, auf einem Bildschirm ist der KOSPI zu sehen, Donnerstag, 8. Okt. 2026. -  Copyright  AP Photo/Ahn Young-joon
Copyright AP Photo/Ahn Young-joon
Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am •Zuletzt aktualisiert
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Die Börsen gaben am Donnerstag nach, nachdem steigende Ölpreise neue Inflationssorgen geweckt hatten. Zugleich prüfte US-Präsident Donald Trump laut Berichten weitere Angriffe auf Iran vor den Zwischenwahlen im kommenden Monat.

In Asien sind die Aktienkurse am Donnerstag gefallen. Gleichzeitig legten die Ölpreise kräftig zu, nachdem der S&P 500 und die Nasdaq an der Wall Street von ihren Rekordständen zurückgefallen waren.

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Die Ölpreise haben sich vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheit über das weltweite Angebot an Rohöl erholt. Die USA und Iran haben bislang keine Vereinbarung zur Beendigung ihres Krieges erzielt.

Zu Wochenbeginn waren die Rohölpreise noch gesunken. Grund waren Hinweise, dass die Ausfuhren aus dem Nahen Osten wieder in Richtung Vorkriegsniveau gehen und die G7-Staaten sich darauf verständigt hatten, ihre Reserven anzuzapfen.

Die Nervosität kehrte jedoch zurück, nachdem Daten zeigten, dass Teheran Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus verstärkt hat. Zugleich wiesen die Huthis Berichte zurück, sie hätten wichtige Gebiete verloren, und ranghohe Ölmanager warnten, die weltweiten Vorräte gingen bedenklich zur Neige.

Am Mittwoch berichtete das Magazin The Atlantic, das Weiße Haus habe das Pentagon gebeten, Optionen für Angriffe auf iranische Ziele vor den US-Zwischenwahlen im kommenden Monat auszuarbeiten. Trumps Republikaner laufen demnach Gefahr, die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses zu verlieren.

Dem Bericht zufolge wird noch darüber beraten, wie groß mögliche Angriffe ausfallen und welche Ziele sie treffen sollen. Zudem könnte nach der Wahl am dritten November eine größere Operation folgen.

Selbst Befürworter der Angriffe rechnen laut Bericht nicht damit, dass diese Iran an den Verhandlungstisch zwingen oder die sichere Passage durch die Straße von Hormus wiederherstellen. Sie hoffen jedoch, dass ein Militäreinsatz Trump vor der Wahl als entschlossen erscheinen lässt.

Beide wichtigen Rohölsorten haben am Donnerstag um mehr als zwei Prozent zugelegt. Zusätzlich belastet wird das Angebot durch den Ausfall von mehr als 500.000 Barrel täglich im Golf von Mexiko, weil Produzenten ihre Anlagen vor dem Hurrikan Isaias herunterfahren.

Am frühen Donnerstagmorgen lag die Nordseesorte Brent, die internationale Referenz, 2,4 Prozent höher bei 102,68 Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate stieg um mehr als 2,2 Prozent auf über 90,20 Dollar pro Barrel.

Die Internationale Energieagentur teilte am Mittwoch mit, ihre Mitglieder unterstützten eine Beschleunigung der bereits im März zugesagten Freigabe von Ölreserven und würden nach Möglichkeit Diesel bevorzugt freigeben.

Der jüngste Anstieg der Ölpreise schürt erneut die Angst vor Inflation und erhöht den Aufwärtsdruck auf Staatsanleiherenditen, die inzwischen Mehrjahreshöchststände erreicht haben.

Die Rendite französischer zehnjähriger Staatsanleihen lag bei 4,89 Prozent, die deutscher Papiere gleicher Laufzeit bei 3,48 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe blieb mit 5,32 Prozent nahe einem Höchststand seit Jahrzehnten. Das am Mittwoch veröffentlichte Protokoll der September-Sitzung der US-Notenbank zeigt, dass die meisten Entscheidungsträger einen weiteren Zinsschritt vor Jahresende für wahrscheinlich halten.

Die Inflation in den USA liegt weiterhin über dem Ziel der Fed von zwei Prozent. Im September hat die Zentralbank die Zinsen zum ersten Mal seit Juli 2023 angehoben, und zwar um einen Viertel Prozentpunkt auf eine Spanne von 3,75 bis 4 Prozent.

Die steigenden Renditen setzen auch Aktien unter Druck. Höhere Finanzierungskosten können die Unternehmensgewinne schmälern und Anleihen für Anleger attraktiver machen.

In ganz Asien gaben die Börsen nach, unter anderem in Tokio, Hongkong, Sydney, Shanghai, Singapur, Seoul, Wellington, Taipeh und Manila.

An der Wall Street verlor der Leitindex S&P 500 am Mittwoch 0,2 Prozent, einen Tag nachdem er ein Rekordhoch markiert hatte. Der Dow Jones Industrial Average gab 0,7 Prozent nach, der technologielastige Nasdaq Composite sank um 0,2 Prozent von seinem Rekordstand.

Technologieaktien gaben einen Teil ihrer jüngsten Gewinne ab. Anleger bereiten sich auf die Berichtssaison vor, in der hohe Bewertungen und enorme Ausgaben für Künstliche Intelligenz die Gewinne genau in den Blick rücken.

Die Aktien von Samsung verloren an Wert, obwohl der Konzern für das dritte Quartal einen Anstieg des operativen Gewinns um 782,5 Prozent auf 107,4 Billionen Won (rund 71,8 Milliarden Euro) in Aussicht stellt. Treiber sind höhere Preise für Speicherchips.

Unterdessen verharrte der Euro nahe seinem niedrigsten Stand seit Juni 2025, belastet durch Sorgen über das hohe Schuldenniveau Frankreichs.

Am Donnerstagmorgen kostete ein Euro 1,12 Dollar, das Pfund 1,32 Dollar und der US-Dollar 158,13 Yen. Der Goldpreis stieg leicht auf 4.143,90 Dollar je Feinunze.

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