Zwei Syrer haben sich am Sonntag freiwillig der Polizei gestellt. Sie haben den Zaun am Flughfen Leipzig mit ihrem Auto durchbrochen. Der Grund dafür: unglaublich.
Der scheinbare Anschlag auf den Flughafen Leipzig ist geklärt. Das Loch im Sicherheitszaun war am Samstag gegen 23 Uhr entdeckt worden.
Ersten Ermittlungen zufolge hatte ein Auto den Zaun durchbrochen. Die Polizei war nach dem Flughafen-Alarm mit einem Großaufgebot angerückt. Wie die BILD nun schreibt kennt die Polizei jetzt die Identitäten der Täter: zwei Syrer (20, 32) aus Leipzig.
Nach BILD-Informationen stellten sie sich am Sonntagabend mit Anwälten bei der Polizei. Ihre Version der Tat klingt beinahe genauso unglaublich wie spektakulär. Sie hätten heimlich für eine bevorstehende Führerscheinprüfung geübt, als der jüngere (ohne Führerschein) die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Das Auto durchbrach dabei den Sicherheitszaun zum Flughafen. Der 32-Jährige Fahrzeughalter saß zu dem Zeitpunkt angeblich auf dem Beifahrersitz. So ihre Aussage.
Die Polizei hatte in der Tatnacht Splitter von einem Audi A5 gefunden. Ob es sich dabei um das Fahrzeiug der beiden Syrer handelt ist noch unklar.
Wegen des Lochs im Sicherheitszaun des Flughafens Leipzig/Halle musste am späten Samstagabend gegen 23 Uhr der Flugbetrieb auf der Nordseite gestoppt werden. Dies bestätigte Polizeisprecherin Therese Leverenz. Die Frachtmaschinen von Amazon wurden stattdessen über die Südpiste des Drehkreuzes abgewickelt.
Sofort eilten Bundes- und Landespolizei herbei, um das Areal zu sichern und den beschädigten Zaunabschnitt direkt vor den russischen Antonow-Frachtmaschinen abzusperren.
Die drei Flieger des Typs AN-124 sitzen wegen der EU-Sanktionen bereits seit 2022 in Leipzig/Halle fest.
Ein Großaufgebot durchkämmte den Flughafen. Polizeisprecherin Leverenz erklärte gegenüber BILD : „Mit hoher Wahrscheinlichkeit war ein Fahrzeug durch den Zaun gefahren. Bei der Absuche des Geländes in der Nacht konnten aber weder ein Fahrzeug noch unberechtigte Personen auf dem Gelände festgestellt werden.“
Am Sonntag wurde die Suche mit Verstärkung fortgeführt, während die Nordpiste weiter gesperrt blieb.
Bereits Anfang August wurde auf dem Flughafen-Gelände eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben den ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen entdeckt.