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Elon Musk befürwortet Fusion von SpaceX und Tesla nach erstem Gewinn

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Von Angela Barnes
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Elon Musk hat sich offen für einen möglichen Zusammenschluss von SpaceX und Tesla gezeigt, nachdem SpaceX seinen Umsatz deutlich steigerte und erstmals seit dem Börsengang Quartalsgewinn meldete.

Elon Musk würde eine Fusion von SpaceX und Tesla unterstützen. Das erklärte er am Dienstag. Der Raketen- und KI-Konzern meldete zugleich den ersten Quartalsgewinn seit dem Börsengang. Möglich machten ihn lukrative Verträge, bei denen SpaceX Rechenkapazität an KI-Unternehmen vermietet.

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In einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte Musk, er habe das Gefühl, er "steppe über ein Minenfeld". Dennoch sei eine Zusammenlegung "eine gute Idee". Die SpaceX-Aktie legte im nachbörslichen Handel um fast fünf Prozent zu.

Sonderausschüsse prüfen die Pläne

Nach Musks Angaben haben beide Konzerne auf Wunsch der Aktionäre Sonderausschüsse mit unabhängigen Mitgliedern der Verwaltungsräte eingesetzt. Sie sollen die Fusionspläne prüfen. Musk selbst könne an den Gesprächen nicht teilnehmen, weil er wegen eines Interessenkonflikts befangen sei.

Musk ist Chef beider Unternehmen, bei SpaceX zusätzlich Vorsitzender des Verwaltungsrats und Technologiechef. Zum Stichtag 30. Juni hielt er laut Börsenunterlagen 48,4 Prozent an SpaceX. Über Aktien mit besonderen Stimmrechten kontrolliert er mehr als 82 Prozent der Stimmkraft. An Tesla hält er rund 20 Prozent.

Die Ausschüsse haben sich bislang nicht auf Eckpunkte eines Deals geeinigt. Ob es überhaupt zu einer Vereinbarung kommt, ist offen. Musk warnte daher, ein Zusammenschluss dürfe keinesfalls als ausgemacht gelten. Eine Fusion müsste von der Mehrheit aller Tesla-Aktien getragen werden, nicht nur von den abgegebenen Stimmen. Das sei "eine ziemlich hohe Hürde", so Musk. Vorteile einer engeren Zusammenarbeit sieht er bei KI-Software, Chipdesign, Robotik und weltraumgestützter Datenverarbeitung.

Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar

SpaceX wies für Juli bis September einen Nettogewinn von 4,4 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) aus. Im Vorjahr hatte es einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar (0,95 Milliarden Euro) gegeben. Der Umsatz stieg um 161 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar (12,6 Milliarden Euro). Die Zahlen markieren eine deutliche Wende nach einem holprigen Start an der Wall Street.

SpaceX ist seit dem 12. Juni an der Technologiebörse Nasdaq notiert. Beim Börsengang kostete die Aktie 135 Dollar, insgesamt flossen rund 85,7 Milliarden Dollar (73,9 Milliarden Euro) in die Kasse. Der erste Bericht als börsennotiertes Unternehmen wies für das zweite Quartal einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar (6,7 Milliarden Euro) und einen Nettoverlust von 541 Millionen Dollar (466 Millionen Euro) aus.

Den Ausschlag für die Trendwende gab die KI-Sparte, die SpaceX inzwischen "Super Intelligence" nennt. Diesen Begriff bevorzugt auch US-Präsident Donald Trump für künstliche Intelligenz. Der Umsatz der Einheit vervielfachte sich auf 7,6 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro). Damit überholte sie das Satelliteninternet-Geschäft Starlink als größte Erlösquelle des Konzerns.

Cloud-Verträge als Treiber

SpaceX führt den Erfolg auf neue Cloud-Verträge, die stärkere Nutzung des Chatbots Grok und die Übernahme des Start-ups Cursor für KI-gestützte Programmierung zurück. Zu den Cloud-Kunden zählt Anthropic. Das Unternehmen verpflichtete sich im Mai, über drei Jahre fast 45 Milliarden Dollar (38,8 Milliarden Euro) für Rechenleistung in den Colossus-Rechenzentren von SpaceX zu zahlen. Im Juni stieg Google ein und sagte zu, von Oktober bis Juni 2029 monatlich 920 Millionen Dollar (793 Millionen Euro) zu überweisen.

Die KI-Sparte erzielte einen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar (371 Millionen Euro), nach einem Verlust von 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) im Vorjahr. Die Ausgaben bleiben, wie bei anderen KI-Konzernen, hoch: Im Quartal investierte SpaceX 19,6 Milliarden Dollar (16,9 Milliarden Euro), davon 16,4 Milliarden Dollar (14,1 Milliarden Euro) in KI. In den ersten neun Monaten summieren sich die Sachinvestitionen auf 48 Milliarden Dollar (41,4 Milliarden Euro).

Die verfügbare Rechenleistung stieg auf 1,7 Gigawatt, nach 0,6 Gigawatt ein Jahr zuvor. Musk zeigte sich "ziemlich zuversichtlich", 2027 zusätzliche zehn Gigawatt ans Netz bringen zu können. Sie kämen zu den 2,5 bis 3,0 Gigawatt hinzu, die laut Unternehmen bis Jahresende verfügbar sein sollen. Stromversorgung, Kühlung und elektrische Anlagen seien allerdings "ein gewisser begrenzender Faktor", räumte Musk ein.

Starlink und Starship

Der Umsatz von Starlink wuchs um 69 Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro). Die Zahl der Privatkunden stieg auf 13,6 Millionen. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Haushalt sank jedoch von 83 Dollar (72 Euro) auf 69 Dollar (59 Euro).

Zudem absolvierte SpaceX den ersten kommerziellen Flug der Riesenrakete Starship. Sie spielt eine Schlüsselrolle in Musks Plänen für bemannte Marsmissionen und den Massenstart von Satelliten. Bei dem Flug kamen 26 Starlink-Satelliten der nächsten Generation in die Erdumlaufbahn.

Weitere Quellen • AFP

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