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Meta-Aktie legt um fünf Prozent zu: KI-Investitionen treiben Umsatz

Archivbild: Präsident Donald Trump spricht vor dem Westflügel des Weißen Hauses in Washington mit Meta-Chef Mark Zuckerberg, Dienstag, 29. September 2026.
Archivbild: US-Präsident Donald Trump spricht mit Meta-Chef Mark Zuckerberg vor dem Westflügel des Weißen Hauses in Washington, Dienstag, 29. September 2026. -  Copyright  AP Photo/Alex Brandon
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Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Meta Platforms meldet für das dritte Quartal einen mehr als verdreifachten Gewinn; der Umsatz steigt deutlich, was Vertrauen in die KI-Investitionen stärkt.

Die Meta-Aktie legte am Mittwoch im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent zu. Der Technologiekonzern meldete kräftiges Wachstum und erklärte, dass sich die Investitionen in KI auszahlen.

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Das Kerngeschäft mit Werbung verzeichnete ein starkes Quartal. Der Konzern steigerte den Gesamtumsatz um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar. Dazu trugen KI-Empfehlungen, mehr ausgespielte Anzeigen und höhere Werbepreise bei.

Anleger schauen zudem auf neue Wachstumsfelder rund um Muse, den persönlichen KI-Agenten, den Meta im September gestartet hat. CEO Mark Zuckerberg erklärte, Muse könne langfristig mehr Umsatz pro Nutzer erzielen als Apps wie Instagram und Facebook.

Zuckerberg zufolge soll das Geschäftsmodell von Muse künftig Abonnements, Werbung, E-Commerce-Werkzeuge und weitere Funktionen umfassen. In den USA und Kanada haben bereits mehr als zehn Millionen Menschen ein Muse-Konto eingerichtet, sagte er.

„Die Einführung von Muse, dem KI-Modell von Meta, soll die nächste Wachstumsphase anstoßen, und die frühen Signale sehen vielversprechend aus“, sagte Ben Barringer, Leiter Technologieanalyse beim Vermögensverwalter Quilter Cheviot.

Die zehn Millionen Muse-Nutzer, die den Dienst vor allem für Einkäufe und Reisen verwenden, geben über den Agenten im Schnitt rund 200 Dollar pro Transaktion aus. „Meta will das Angebot weltweit auf eine Milliarde Nutzer hochfahren und schneller profitabel werden, als es der Konzern gewöhnlich tut – ein Zeichen für das Vertrauen in Muse und seine Möglichkeiten“, ergänzte Barringer.

Der CEO betonte, dass Muse sehr viel Rechenleistung benötigt. Meta rechnet jedoch damit, die Kosteneffizienz im kommenden Jahr um mehr als das Zehnfache zu verbessern, „was ermöglichen soll, dass der Dienst profitabel läuft, sobald die Umsätze eine gewisse Größenordnung erreichen“.

Der Mutterkonzern von Facebook und Instagram erzielte im Zeitraum Juli bis September einen Nettogewinn von 9,86 Milliarden Dollar bzw. 3,83 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,71 Milliarden Dollar oder 1,05 Dollar je Aktie gewesen, damals belastet durch eine hohe einmalige Steuerzahlung.

„Wir haben in diesem Quartal wichtige Meilensteine auf dem Weg zu persönlicher Superintelligenz für alle erreicht – darunter den Start von Muse und Muse Wonder, unserem ersten Spitzenmodell“, erklärte CEO Mark Zuckerberg in einer Mitteilung. „Unsere Investitionen zahlen sich aus, das Kerngeschäft ist robust und wir sehen überall hohe Dynamik.“

Meta teilte mit, dass die Zahl der täglich aktiven Menschen in der „App-Familie“ – Facebook, Messenger, Instagram und WhatsApp – im Jahresvergleich um drei Prozent auf durchschnittlich 3,64 Milliarden im September gestiegen ist.

Allerdings rutschte der freie Cashflow im Quartal erstmals seit 2012 ins Minus, ausgelöst durch hohe Ausgaben für künstliche Intelligenz.

Der Konzern investiert aggressiv in den Ausbau seiner KI-Kapazitäten, und Anleger suchen nach Belegen dafür, dass diese Ausgaben Rendite bringen.

Meta hat die Untergrenze der Prognose für die Investitionsausgaben 2026 angehoben. Das Unternehmen rechnet nun mit 135 bis 145 Milliarden Dollar, zuvor waren 130 bis 145 Milliarden Dollar vorgesehen.

Für das kommende Jahr nannte der Konzern keine konkrete Zahl, kündigte jedoch an, weiter massiv in das Kerngeschäft und die KI-Sparte zu investieren.

Für das laufende Quartal stellt Meta einen Umsatz zwischen 73 und 76 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Mitte der Spanne liegt damit über den 73,65 Milliarden Dollar, die Analysten erwarten.

„Alles in allem bleibt Metas Kerngeschäft stark, und da Muse zügig hochskaliert wird, ist auch die Perspektive für weiteres Wachstum solide“, sagte Barringer.

Hohe Rechtskosten drücken auf den Gewinn

Meta legte seine Zahlen nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe einer weiteren Geldstrafe in einem Verfahren im US-Bundesstaat New Mexico vor.

Ein Richter entschied, dass Meta 25 Milliarden Dollar an New Mexico zahlen muss. Eine Jury war im vergangenen Monat zu dem Schluss gekommen, dass der Social-Media-Konzern Nutzer in einem Fall rund um den Cambridge-Analytica-Skandal über Datenschutz getäuscht hatte.

„Wir beobachten weiterhin laufende rechtliche und regulatorische Verfahren, die unser Geschäft und unsere finanziellen Ergebnisse erheblich beeinflussen könnten“, sagte Finanzchefin Susan Li in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Meta sieht sich zudem „einer Reihe jugendbezogener Verfahren gegenüber, die in den kommenden Monaten in den USA beginnen sollen“, fuhr Li fort.

Der Gewinn von Meta im dritten Quartal bekam durch einen Vergleich über bis zu 18,59 Milliarden Dollar zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen einen deutlichen Dämpfer.

Im August hatte Meta diesen Vergleich mit 48 US-Bundesstaaten geschlossen. Der Konzern verpflichtete sich, Kinder unter 13 Jahren von Instagram und Facebook fernzuhalten und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren in altersgerechten Konten zu führen.

Abzüglich der Belastung von 9,89 Milliarden Dollar aus dieser Vereinbarung wären die Gewinne im dritten Quartal bei 7,40 Dollar je Aktie gelegen, teilte Meta mit.

Neue Aktienstruktur soll Zuckerbergs Milliardärssteuer stemmen

Am Mittwoch gab Meta außerdem bekannt, dass der Verwaltungsrat die Einführung einer neuen, börsennotierten, stimmrechtslosen Stammaktienklasse C beschlossen hat, die im Januar in Kraft treten soll. Damit will das Unternehmen seine Möglichkeiten verbessern, Kapital für Investitionen in die KI-Infrastruktur einzuwerben.

„Meta plant, stimmrechtslose Aktien auszugeben, um KI-Investitionen zu finanzieren, ohne die Kontrolle von CEO Mark Zuckerberg zu verwässern“, sagte Andrew Rocco, Aktienstratege bei Zacks Investment Research.

„Das ähnelt dem Vorgehen von Google, denn die großen Cloud-Anbieter suchen nach unterschiedlichen Finanzierungsquellen, um ihre Investitionspläne zu stemmen“, sagte Barringer.

Die neue Aktienstruktur könnte zudem dazu beitragen, dass der Gründer und Vorstandschef in Kalifornien bleibt.

In einem Börsenbericht erklärte Meta, Zuckerbergs Stimmrechtsanteil „könnte auf etwa 53 Prozent oder weniger sinken“, falls er einen größeren Teil seiner stimmberechtigten Aktien zur Begleichung höherer Steuern verkaufen muss.

Grund ist eine umstrittene Steuer auf Milliardärsvermögen, Proposition 40, über die die Wähler in Kalifornien im November abstimmen.

Bestehende Aktionäre erhalten für jede Class-A- oder Class-B-Aktie eine neue Class-C-Aktie. Damit bekommt auch Zuckerberg stimmrechtslose Anteile und könnte diese später verkaufen, um die neue Steuer zu begleichen, ohne seine Stimmrechtsmacht zu verwässern.

Weitere Quellen • AFP

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