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1,1 Millionen im Geheimversteck: Pizza-König in Athen aufgeflogen

Streifenwagen - Archivfoto
Polizeifahrzeug – Archivfoto -  Copyright  ΑΠΕ ΜΠΕ
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Von Konstantinos Tsellos mit ΑΠΕ ΜΠΕ
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Steuerbetrug bei bekannter Pizzakette. Mehr als 100 Filialen in ganz Griechenland betroffen. Konnte die Pizza-Mafia mit einem Computer-Trick 25 Millionen Euro vor der Steuer verbergen?

Es klingt wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Krimi, ist aber bittere Realität in den feinen Vororten von Athen. Knusprige Pizza, schnelle Lieferung – und 25 Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust.

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In Griechenland ist ein gigantischer Steuerskandal rund um eine landesweit bekannte Pizza-Kette aufgedeckt worden. Bei Razzien stießen Ermittler in der Villa des Chefs auf ein filmreifes Geheimversteck mit über einer Million Euro in bar. Er hortete das Bargeld bergeweise hinter einer falschen Wand in seinem Ankleidezimmer. Nach monatelangen Ermittlungen hat die Polizei nun zugeschlagen: 21 Handschellen klickten bereits, und das ist erst der Anfang.

Denn die Untersuchung der Polizei beruht auf einem schweren Fall von Steuerhinterziehung. Betroffen ist eine bekannte Pizzakette mit 100 Filialen in ganz Griechenland.

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll das Unternehmen seit 2022 den griechischen Staat um fast 25 Millionen Euro geschädigt haben, indem es keine Mehrwertsteuer abgeführt hat.

Nach Angaben aus Polizeikreisen gibt es inzwischen 21 Festnahmen. Die Ermittler nehmen inzwischen auch die Filialen ins Visier, nicht nur die Zentrale des Unternehmens.

Nach denselben Quellen stießen die Ermittler auf ein besonders spektakuläres Detail. In der Villa des Unternehmers in den nördlichen Vororten von Athen fanden sie in einem als Ankleideraum genutzten Zimmer ein verborgenes Versteck, das wie eine doppelte Ziegelwand gebaut war. Darin lagen rund 1.100.000 Euro. Die Polizei stellte außerdem Schmuck und Luxusfahrzeuge sicher.

Zu den ersten neun Beschuldigten, die zu Beginn des Einsatzes festgenommen wurden und den Kern der mutmaßlichen kriminellen Organisation bilden sollen, gehören der Eigentümer, die Nummer zwei des Unternehmens, ein Programmierer sowie mehrere Buchhalter. Nach den bisherigen Erkenntnissen lief der Betrug über eine Software, die der Programmierer entwickelt hatte und mit der fingierte Daten erfasst wurden.

Diese Software nutzten die neun Filialen der Muttergesellschaft. Danach weiteten die Ermittler ihre Kontrollen auf die Franchise-Betriebe aus, um festzustellen, ob und wie viele von ihnen dasselbe System einsetzen.

Bislang kontrollierten die Beamten 23 Filialen, davon 20 in der Region Attika und drei in Thessaloniki. Im Zuge der Durchsuchungen nahmen sie zwölf Filialleiter fest und stellten weitere rund 100.000 Euro sicher.

Insgesamt beläuft sich die sichergestellte Summe damit derzeit auf rund 1,2 Millionen Euro.

Nach Angaben der Ermittler begann die Arbeit der Direktion zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens vor rund fünf Monaten. Auslöser war eine Anzeige eines ehemaligen Mitarbeiters der Firma.

Nach Aussage der zuständigen Beamten sollen alle Filialen des Unternehmens überprüft werden.

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