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Studie: Jeder dritte junge Erwachsene nutzt KI-Chatbots für Informationen zu Drogen und Alkohol

Postdoktorand Tofunmi Omiye prüft in seinem Büro an der Medizinischen Fakultät der Stanford-Universität in Stanford, Kalifornien, Chatbots, am Dienstag, 17. Oktober 2023.
Der Postdoktorand Tofunmi Omiye überprüft Chatbots in seinem Büro an der Stanford School of Medicine in Stanford, Kalifornien. Aufgenommen am Dienstag, 17. Oktober 2023. -  Copyright  Copyright 2023 The Associated Press. All rights reserved
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Von Giedre Peseckyte
Zuerst veröffentlicht am
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Forscher warnen: Chatbots können Fehlinformationen zu Drogen verbreiten. Laut einer Umfrage nutzt rund jeder dritte junge Erwachsene in den USA KI für Ratschläge zum Substanzkonsum.

Jeder dritte junge Erwachsene hat bereits generative künstliche Intelligenz genutzt, um sich über Drogen und Alkohol zu informieren. Das wirft Fragen zu Gesundheitsrisiken auf, wenn Chatbots immer häufiger als Quelle für gesundheitsbezogene Auskünfte dienen.

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Eine in "JMIR Formative Research" veröffentlichte Studie (Quelle auf Englisch) ergab, dass 32 % von 995 Erwachsenen in den USA im Alter von 18 bis 29 Jahren Tools wie ChatGPT, Google Gemini und Meta AI für Informationen zu Suchtmitteln genutzt hatten.

Von diesen Befragten berichtete fast die Hälfte, KI mindestens einmal im Monat für diesen Zweck zu nutzen. Dazu gehörten zwölf Prozent, die sie wöchentlich einsetzten, und vier Prozent, die sie täglich oder fast täglich nutzten.

„Die Nutzung dieser Tools kann zu falschem oder sonst riskantem Substanzkonsum bei jungen Menschen führen. Sie sind die Altersgruppe, die am stärksten unter den negativen Folgen von Substanzgebrauch leidet“, sagte Mireia Triguero Roura, Postdoktorandin an der Rutgers University und Hauptautorin der Studie, in einer Pressemitteilung (Quelle auf Englisch).

Von den Personen, die KI für suchmittelbezogene Anfragen nutzten, hatten 93 % auch die Google-Suche für denselben Zweck eingesetzt. Das deutet darauf hin, dass Chatbots etablierte Onlinesuchwerkzeuge eher ergänzen als ersetzen.

Risiken und Folgen an erster Stelle

Die im April 2026 online durchgeführte Umfrage ergab, dass Nutzerinnen und Nutzer Chatbots vor allem konsultierten, um mehr über die Risiken und Folgen von Substanzkonsum zu erfahren – fast 93 % derjenigen, die KI zu diesem Thema einsetzten, nannten dies als Grund.

Rund die Hälfte suchte nach Informationen zu bestimmten Substanzen, etwa zu Dosierungen. 35 % nutzten KI, um Themen im Zusammenhang mit Substanzgebrauchsstörungen wie Abhängigkeit zu erkunden.

Die befragten jungen Erwachsenen bewerteten KI insgesamt als sehr hilfreich, verlässlich und vertrauenswürdig. Wer sie für suchmittelbezogene Fragen nutzte, vergab im Schnitt einen Vertrauenswert von 3,66 von fünf Punkten; bei allgemeiner Nutzung lag der Wert bei 3,51.

Die Studie zeigte zudem Unterschiede in der KI-Nutzung nach ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht.

Schwarze Befragte gaben häufiger als weiße an, KI für substanzbezogene Informationen zu nutzen; die bereinigte Wahrscheinlichkeit lag 2,52-mal höher. Männliche Befragte wiesen etwa die doppelte bereinigte Wahrscheinlichkeit im Vergleich zu weiblichen auf.

„Die beobachteten Unterschiede darin, wer KI für drogenbezogene Anfragen nutzt, könnten mit ungleichem Zugang zu Gesundheitsversorgung, mit Stigmatisierung, Vertrauen und dem Umgang mit Gesundheitsinformationen zusammenhängen“, erklärte Triguero Roura.

Die Forschenden plädieren dafür, in künftigen Arbeiten die Genauigkeit von Chatbot-Antworten zu prüfen, die Gründe für demografische Unterschiede zu untersuchen und zu klären, wie die gelieferten Informationen Entscheidungen und Verhalten beeinflussen.

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