Ein „außergewöhnlicher historischer Moment in der parlamentarischen Demokratie in Serbien, der die politische Landschaft des Landes grundlegend verändert“, so beschreibt Bojan Vranić, Politologe an der Universität Belgrad die Vučićs Niederlage bei der Parlamentswahl an diesem Sonntag.
Der Experte spricht von einem Sieg nicht nur über die Regierung Vučić, sondern auch über die bisherige Opposition im Parlament in Belgrad. Dadurch entstehe „eine neue, frische politische Elite“.
Experte glaubt nicht an rasche radikale Veränderungen
Die Parlamentswahl in Sergien hat die 14-jährige Herrschaft der Regierung Vučić beendet. Mit seinem politischen Schachzug, dem Wechsel vom Amt des Präsidenten in das des Ministerpräsidenten ist der 56-jährige, der seit mehr als einem Jahrzehnt die Politik Serbiens geprägt hat, nicht durchgekommen.
Vučić hat seine Niederlage eingeräumt. Noch ist jedoch offen, wer an der Spitze der nächsten serbischen Regierung stehen wird. Vranić dämpft die Erwartungen auf einen radikalen Kurswechsel und rechnet kurzfristig eher mit „Kontinuität, mit einigen Verbesserungen“.
Auch in Sachen EU-Beitritt Serbiens rechnet Bojan Vranić nicht mit einem "wundersamen Wandel".