Der Stürmer des FC Bayern ist der erste Engländer seit 25 Jahren und der erste Bundesliga-Profi seit 1996, der mit dem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde – und das aufgrund eines Jubiläums in seiner Heimat England.
Rund zehn Kilometer von der Brisbane Road entfernt, wo er sein erstes Profitor in Englands dritter Liga erzielte, hat der Bayern-Star den Preis entgegengenommen. Die Engländer feierten ausgiebig die Besonderheit, dass die Auszeichnung an einen Spieler der "Three Lions" ging. Kane beendet damit Englands 25-jährige Wartezeit auf den Ballon d'Or. Er konnte es selbst kaum glauben.
"Nicht viele Menschen hätten das gedacht, und vielleicht hätte selbst ich nicht gedacht, dass ich es so weit bringen würde", sagte Kane im Interview des Streamingdienstes DAZN. Er sei nie der Spieler gewesen, von dem die Leute gedacht hätten, dass er ein Superstar werden würde. Nun - er ist es geworden.
73 Tore in 65 Spielen für die Bayern und die Nationalmannschaft – so gut wie der 33-Jährige war in der vergangenen Saison nach Ansicht der Juroren bei der Journalistenwahl kein anderer Spieler - Kylian Mbappé nicht, Lionel Messi nicht und auch Lamine Yamal und Rodri nicht.
Auch für die Bundesliga bedeutete Kanes Auszeichnung das Ende einer langen Durststrecke. Zuletzt war 1996 mit Matthias Sammer ein in Deutschland aktiver Profi mit dem Ballon d’Or geehrt worden. Für den FC Bayern ist Kane zudem der erste Preisträger seit Karl-Heinz Rummenigge, der die Auszeichnung 1981 erhielt.
"Das ist ein stolzer Tag für den FC Bayern. Harry Kane kann alles - und er schießt Tore, Tore, Tore. Er steht nun in einer Reihe mit Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Karl-Heinz Rummenigge", sagte der Präsident des FC Bayern Herbert Hainer.
Emotional wurde es, als Kane seiner Familie dankte. Seine Worte richtete er an seine Schwiegereltern, seine Eltern, seinen Bruder Charlie und seine Frau Katie, die im Saal saß. Auch an seine Kinder zu Hause dachte er und schickte ihnen einen liebevollen Gruß.
Er bedankte sich auch bei seinen Wegbegleitern der letzten Jahre, darunter auch sein aktueller Trainer Vincent Kompany, der nach einem Zusammenbruch am Freitag nicht anreisen konnte, und beim ehemaligen Bayern- und aktuellen Nationaltrainer Thomas Tuchel.
**"**Mir sind schon vor langer Zeit die Superlative ausgegangen, um deine Leistungen zu beschreiben, aber ich freue mich sehr zu sehen, dass du nun auch offiziell von der Fußballwelt anerkannt wurdest", sagte der Deutsche Thomas Tuchel.
Sogar Prinz Harry gratulierte. "Was für eine fantastische Leistung und so wohlverdient. Ein brillanter Kapitän, ein bemerkenswerter Spieler und jemand, der Fußballfans auf der ganzen Welt so viele unvergessliche Momente beschert hat."
Bei den Frauen hat Alexia Putellas hat den Ballon d'Or féminin gewonnen. Die Spanierin setzte sich bei der Wahl zur besten Fußballerin des Jahres gegen Clàudia Pina und Alessia Russo durch.