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Europa bleibt Motor des weltweiten Tourismus, laut neuem Bericht

Lettland erwartet in den nächsten zehn Jahren 83 Prozent mehr internationale Übernachtungen
Lettland: In den kommenden zehn Jahren plus 83 Prozent bei internationalen Übernachtungen -  Copyright  Ivars Utināns/Unsplash
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Von Fakhriya M. Suleiman
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Was prägt Europas Tourismus in den nächsten zehn Jahren? Laut einer neuen Studie dürfte die Anziehungskraft steigen, die Nachfrage im In- und Ausland ebenfalls.

Die Nachfrage nach touristischen Unterkünften in Europa soll in den kommenden zehn Jahren um etwa ein Drittel steigen. Auch Reisen innerhalb des Kontinents nehmen deutlich zu. Das geht aus einer neuen Analyse des Hotelkonzerns Accor hervor.

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In dem Bericht „The Changing Face of Europe's Tourism Map to 2036“ schreibt der Konzern, Europa werde „auch im nächsten Jahrzehnt das Kraftzentrum der globalen Reisebranche bleiben“.

Grundlage sind Daten von Tourism Economics. Demnach steigt die Zahl der Übernachtungen zwischen 2026 und 2036 um 32 % – das entspricht jährlich zusätzlichen 1,6 Milliarden Nächten. Hotelübernachtungen legen der Studie zufolge mit 33 % noch etwas stärker zu.

Im Jahr 2025 verzeichnete Europa 810 Millionen internationale Gäste – mehr als jede andere Weltregion. Der Kontinent zog 53 % aller internationalen Touristinnen und Touristen an und erzielte damit Einnahmen von über 700 Milliarden Euro.

„Hinter diesem Wachstum steht ein Geflecht aus Faktoren: veränderte Reiseströme, Investitionen in Infrastruktur, neue Reiseziele und eine zunehmende internationale Mobilität“, teilte Accor mit.

„Die Stärke Europas als Reiseziel liegt in seiner Vielfalt. Nur wenige Regionen der Welt bieten auf vergleichsweise engem Raum ein ähnlich breites touristisches Angebot.

Ob Metropolen mit globaler Strahlkraft, Badeorte, Skigebiete, Kulturstädte, Nationalparks, historische Stätten, kulinarische Reisen oder Festivals – Europas Reiz speist sich aus einem nahezu unendlichen Mosaik an Landschaften, Sprachen und Kulturen.“

Starkes Wachstum in neuen Tourismus-Hotspots

Accor erwartet außerdem, dass internationale Gäste in den kommenden zehn Jahren 42 % mehr Übernachtungen in allen Unterkunftsarten buchen. Bei Reisenden aus dem eigenen Land liegt das prognostizierte Plus nur bei 24 %.

Die meisten Neuankünfte dürften jedoch aus Europa selbst kommen. Laut den Berechnungen entfallen 77 % der Ankünfte auf Reisende aus europäischen Ländern. Deutschland entwickelt sich zum wichtigsten Herkunftsmarkt und steht voraussichtlich für 14 % der Ankünfte. Dahinter folgen Gäste aus Großbritannien mit acht % und aus Frankreich mit fünf %. Die Top fünf komplettieren Besucherinnen und Besucher aus den USA mit fünf % und aus den Niederlanden mit vier %.

Mit Blick auf einzelne Reiseziele zeichnet sich ab, dass Deutschland bis 2036 sowohl für Frankreich als auch für Polen zum größten Herkunftsmarkt wird. Für Deutschland selbst dürften die Niederlande die wichtigste Quelle für Gäste werden. Spanien erhält demnach die meisten Urlauberinnen und Urlauber aus Großbritannien, das Vereinigte Königreich die meisten aus den USA.

Wachstum zeichnet sich auch in den aufstrebenden Tourismus-Hotspots des Kontinents ab. Länder wie Frankreich, das Vereinigte Königreich und Deutschland bleiben zwar besonders gefragt. Doch in Aserbaidschan sollen internationale Übernachtungen in den kommenden zehn Jahren um 116 % zulegen. Für Lettland erwartet Accor ein Plus von 83 %, für Rumänien von 82 %.

Internationaler Tourismus legt stark zu

Auch aus weiter entfernten Quellmärkten nimmt die Nachfrage deutlich zu. Ankünfte aus dem Nahen Osten und aus Asien dürften in den nächsten zehn Jahren um 93 % beziehungsweise 88 % steigen. Besonders dynamisch entwickeln sich Reisen aus Saudi-Arabien nach Europa mit einem erwarteten Plus von 55 %. Aus China rechnet die Studie sogar mit 138 % mehr Ankünften.

Gleichzeitig steigen die Besucherzahlen aus Afrika voraussichtlich um 46 %. Aus Südamerika werden 42 % mehr Gäste erwartet, aus Nordamerika 26 %.

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