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Wogegen sollten Sie sich impfen lassen? Was in diesem Herbst empfohlen wird

Welche Impf-Empfehlungen gelten heute - lange nach der Corona-Pändemie?
Welche Impf-Empfehlungen gelten heute - lange nach der Corona-Pändemie? -  Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews
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In Deutschland gelten jetzt neue Empfehlungen für Corona-Impfungen. Schon im vergangenen Jahr hatten sich auch gegen die Grippe nur noch viel weniger Menschen impfen lassen.

Viele Hausarztpraxen in Deutschland arbeiten seit Mitte Oktober am Limit, die Wartezimmer sind voll, denn es ist Impf-Saison. Vor allem ältere Menschen sollten sich vor dem Winter gegen Grippe impfen lassen.

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Dabei haben sich zuletzt immer weniger Deutsche impfen lassen. Wie das Ärzteblatt berichtet, lag der Anteil der Menschen ab 60 Jahren, die 2025 gegen Grippe geimpft waren, 34 Prozent. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge ist das der niedrigste Wert seit 17 Jahren.

Neben der Grippe- oder Influenza-Impfung wird für ältere Menschen in Deutschland eine Immunisierung gegen Pneumokokken empfohlen - sowie gegen Herpes zoster oder Gürtelrose, die in zwei Dosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten erfolgt. Diese und auch eine Impfung gegen die Atemwegserkrankung RSV (für: Respiratorisches Synzytial‑Virus) sollten Sie mit ihrem Hausarzt absprechen.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Impf­empfeh­lungen für die Be­völk­er­ung in Deutsch­land werden von der Ständigen Impfkommission (STIKO), einem unab­hängigen Experten­gremium, das zum RKI gehört ent­wickelt.

Eine Influenza-Impfung, also eine Impung gegen die Grippe, empfiehlt die STIKO

für Menschen ab 60 Jahren,

für alle mit chronischen Erkrankungen (ab dem Alter von sechs Monaten),

für die Bewohner von Pflegeheimen,

für medizinisches Personal,

für Schwangere

und für Menschen mit Kontakt zu bestimmten Tieren wie Schweinen oder Geflügel.

Faktenblatt des RKI zur Grippe-Impfung
Faktenblatt des RKI zur Grippe-Impfung Robert Koch-Institut

In Großbritannien ließ sich Premier Andy Burnham (56) ganz bewusst vor Kameras gegen die Grippe impfen. Und in New York zeigte sich der erst 35-jährige Bürgermeister Zohran Mamdani schon Anfang Oktober lachend mit der Plakette "I got my flu shot".

Premierminister Andy Burnham wird in Manchester gegen Grippe geimpft
Premierminister Andy Burnham wird in Manchester gegen Grippe geimpft AP Photo

Braucht es noch eine Corona-Impfung?

Die STIKO hat ihre Empfehlungen zu den Corona-Impfungen 2026 aktualisiert. Impfen lassen sollte sich jetzt, wer älter als 75 Jahre ist oder zu einer Risikogruppe gehört - wie beispielsweise Patienten mit einem geschwächten Immunsystem oder Personal in der Medizin. Auch Schwangere mit gesundheitlichen Risiken sollten sich immunisieren lassen.

Wegen der herabgesetzen Empfehlung bekommen aber nicht mehr alle Kassenpatienten die Corona-Impfung komplett erstattet.

Schon 2025 hatten sich laut RKI nur noch 16 Prozent der Menschen über 60 Jahren in Deutschland gegen COVID-19 impfen lassen.

Masern-Impfung sind für Kinder in Deutschland Pflicht

Besonders für Säuglinge und Kleinkinder gibt es einen Impfkalender. Vorgesehen sind darin u.a. Immunisierungen gegen das Atemwegsvirus RSV, Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Hirnhautentzündung, Masern, Röteln und Mumps.

In den USA hatte es zuletzt wegen des fehlenden Impf-Schutzes ganze Wellen von schweren Masern-Erkrankungen gegeben.

In Deutschland verlangt das Masernschutzgesetz einen Nachweis über Impfung oder Immunität für Kinder vor Kita- oder Schulstart und für nach 1970 Geborene, die in Betreuungs- oder Gesundheitseinrichtungen tätig sind.

Impfungen sind gut für die Gesundheit

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass Impfungen über den Schutz vor der Immunisierung gegen eine bestimmte Erkrankung hinaus positive Effekte haben können. So wird erforscht, inwieweit die Grippe-Impfung vor kardiovaskulären Komplikationen schützt und welche Impfungen gegen Demenz-Erkrankungen vorbeugen können.

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet von Hinweisen auf sogenannte heterologe oder nicht-spezifische Effekte, bei denen eine Impfung das Immunsystem so beeinflusst, dass sich auch die Immunantwort auf andere Erreger oder Erkrankungen verändert.

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