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Kartons zu schwer: Unter Bananen war Kokain im Wert von 20 Millionen Euro

Bananenkisten können Überraschungen verbergen - Symbolbild
Bananenkisten können Überraschungen verbergen - Symbolbild -  Copyright  AP Photo
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Von Kirsten Ripper & Euronews mit AP
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Die Polizei hat in Nürnberg stundenlang Paletten mit Bananenkisten durchsucht und dabei 300 Kilo Kokain sichergestellt. Dem Mitarbeiter einer Firma war aufgefallen, dass die Kartons zu schwer waren.

Die Polizei hat in Nürnberg in Bananenkisten mehr als 300 Kilo Kokain sichergestellt, das hat das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) mitgeteilt.

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Dem Angestellten einer Fruchthandelsfirma war ein deutlich zu hohes Gewicht eines Kartons mit Bananen aufgefallen. Und es gab am 2. November einen Einbruchsversuch in einem Großmarkt in Nürnberg.

In einer Kiste mit Bananen befanden sich unter den Früchten zahlreiche Kokainziegel.

Polizeibeamte aus Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, der Bereitschaftspolizei und des Zolls öffneten dann eine Vielzahl von Kartons auf insgesamt 50 Paletten. Dabei kamen weitere Kokainziegel zum Vorschein.

Die sichergestellte Menge an Drogen hat laut Landeskriminalamt derzeit einen Straßenverkaufswert von etwa 20 Millionen Euro.

Neben Cannabis ist Kokain die derzeit am meisten verbreitete Droge in Europa, beim Test von Abwasserproben konnten die Behörden zuletzt den steigenden Konsum in Städten in Spanien und Belgien nachweisen.

Bayerns Landeskriminalamt hat auch Fotos der sichergestellten Kokainziegel veröffentlicht.

Kokainziegel im Bananenkarton
Kokainziegel im Bananenkarton Bayerisches Landeskriminalamt

Ersten Ermittlungen zufolge waren die Kartons mit dem Kokain per Stückgutfrachter aus Ecuador in den Hafen von Vlissingen in den Niederlanden transportiert worden.

Sachdienliche Hinweise zu dem Kokainfund in Nürnberg nimmt der Kriminaldauerdienst in Mittelfranken unter der Rufnummer (+49) 0-911 / 2112 3333 entgegen.

Immer wieder Kokain in Bananenkisten

Polizei Berlin zeigt 2014 in Bananenkisen entdeckte Drogen
Polizei Berlin zeigt 2014 in Bananenkisen entdeckte Drogen Daniel Naupold/AP

Schon 2014 hatte die Polizei in Berlin eine große Menge Kokain beschlagnahmt.

Damals waren die Drogen durch einen "logistischen Fehler" der Schmuggler sogar in Supermärkten gelandet. Mitarbeiter von fünf Geschäften in und um Berlin fanden 140 Kilo Kokain - in Bananenkisten verpackt waren.

Laut dem Leiter der Berliner Drogenfahndung stammten die Kisten aus Kolumbien und ihre Entdeckung sei "reiner Zufall" gewesen. Der Wert des gefundenen Kokains wurde damals auf etwa 6 Millionen Euro geschätzt.

In Spanien hatte die Polizei im Hafen von Algeciras in einem Container 2023 sogar fast 9,5 Tonnen in Bananenkisten verstecktes Kokain sichergestellt.

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