Im Internet werden gefälschte Trikots von Premier-League-Vereinen mit pro-palästinensischen Aufschriften angeboten. Auch der FC Liverpool ist betroffen. Der Verein geht nun dagegen vor.
Die Organisation "UK Lawyers for Israel" (UKLFI)“ hatte am 26. Oktober 2026 vier Premier-League-Vereine auf mögliche Markenrechtsverletzungen hingewiesen und in einem Online-Artikel berichtet. Am 5. November berichtete auch das Online-Portal "Jewish News“.
Der FC Liverpool hat bestätigt, gegen den Verkauf nicht autorisierter Fußballtrikots mit pro-palästinensischen Botschaften vorzugehen, auf denen das Vereinswappen in abgewandelter Form zu sehen ist. Der Klub befürchtet, dass Fans die Trikots fälschlicherweise für offizielle Fanartikel halten könnten.
Der Premier-League-Verein hat deshalb Maßnahmen gegen Online-Händler ergriffen, die seine geschützten Markenzeichen ohne Genehmigung verwenden. Die Trikots werden über die Website "From Palestine to the World“ vertrieben.
Wappen und Sponsorenlogos gezielt verändert
Im Internet werden gefälschte Trikots mehrerer englischer Premier-League-Vereine mit pro-palästinensischen Botschaften angeboten. Dabei wurden Vereinswappen, Schriftzüge und Sponsorenlogos verändert, um politische Botschaften zu verbreiten. Die Trikots sind nicht von den betroffenen Vereinen autorisiert.
Manchester United: Das Vereinswappen wurde mit dem Schriftzug "Manchester with Gaza“ versehen, und das Zentrum zeigt eine Friedenstaube mit einem Olivenzweig. Der Klub hat die Hinweise an seine Abteilung für Markenschutz weitergeleitet.
Chelsea FC: Das Wappen wurde in "Palestine Club“ umgewandelt, und auf dem Trikot prangt das Wort "Palestine“ anstelle des üblichen Sponsorenlogos. Der Verein hat die Angelegenheit an die zuständige interne Abteilung zur Prüfung übergeben.
Manchester City: Der offizielle Trikotsponsor EtihadAirways wurde durch den Schriftzug "Palestine Airways“ ersetzt. Der Klub hat den Eingang des Schreibens bestätigt, bislang aber keine konkreten Maßnahmen angekündigt.
Liverpool FC: Das ikonische Vereinswappen wurde abgewandelt und mit den Initialen "P.L.C.“ versehen, was für die palästinensische Legislative (Palestine Legislative Council) steht.
Der Verein hat bereits Maßnahmen ergriffen und entsprechende Verkaufsangebote wegen möglicher Markenrechtsverletzungen bei Website-Betreibern und sozialen Netzwerken gemeldet. Weitere Schritte sollen folgen.
Rechtlicher Hintergrund
Hintergrund des Vorgehens sind mögliche Verstöße gegen das britische Markenrecht (Trade Marks Act 1994). Die Verwendung geschützter Vereinswappen und Logos ohne Genehmigung kann demnach eine Markenrechtsverletzung darstellen. Zwar sind politische Meinungsäußerungen und die Unterstützung Palästinas grundsätzlich rechtlich geschützt, daraus ergibt sich jedoch kein Anspruch auf die Nutzung geschützter Markenzeichen.
Zudem besteht die Gefahr, dass Fans die Trikots für offizielle Fanartikel halten und den Vereinen damit eine politische Position zuschreiben, die diese nicht vertreten haben.