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Ölpreis fällt nach Trumps Bericht über Iran-Gespräche unter 100 Dollar

Archivfoto: Michael Pistillo arbeitet am Parkett der New York Stock Exchange in New York, Montag, 14. September 2026.
Archivbild: Michael Pistillo arbeitet am Parkett der New York Stock Exchange in New York, Montag, 14. Sept. 2026. Copyright  AP Photo/Seth Wenig
Copyright AP Photo/Seth Wenig
Von Doloresz Katanich mit AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Brent-Öl gibt im frühen Asienhandel nach. Donald Trump meldet „sehr produktive“ US-Iran-Gespräche, zugleich belastet ein saudischer Pipeline-Neustart die Preise.

Die Ölpreise sind am Mittwoch gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Vertreter der USA und Irans hätten bei den Vereinten Nationen Gespräche geführt.

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Brent, die internationale Referenzsorte, wurde am Morgen in Europa bei 98,41 Dollar je Barrel gehandelt. Die US-Sorte West Texas Intermediate kostete für Lieferung im kommenden Monat 95,21 Dollar je Barrel. Brent ist seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten im Februar bereits mehrfach über die Marke von 100 Dollar gestiegen.

Das dreistündige Treffen sei "sehr gut“ und "sehr produktiv“ gewesen, sagte Trump vor Journalistinnen und Journalisten bei einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Ein weiteres Treffen sei bereits geplant und solle bald stattfinden, fügte er hinzu.

Seine Äußerungen folgten nur wenige Stunden, nachdem er vor den Vereinten Nationen erklärt hatte, er stehe vor einer „großen Entscheidung“: entweder ein Abkommen mit Iran zu schließen oder "die Islamische Republik auszulöschen und das schnell zu tun“.

Die USA und Iran stecken weiter in einer Sackgasse. Iran hält die Straße von Hormus geschlossen, die USA halten ihre Blockade iranischer Häfen aufrecht. Kämpfe zwischen von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen und den von Iran gestützten Huthi-Rebellen im Jemen stören zusätzlich die Energieexporte durch das Rote Meer. "Das dreistündige Treffen zwischen den USA und Iran ist wichtig, weil es den Markt weg von einer reinen Eskalationsprämie hin zu einem echten diplomatischen Prozess lenkt, auch wenn eine endgültige Einigung noch in weiter Ferne liegt“, sagte Stephen Innes vom Analysehaus Quintex Intel.

Zusätzlich gerieten die Preise unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass Saudi-Arabien den Betrieb seiner Ost-West-Pipeline wieder aufgenommen hat. Über diese Leitung gelangt saudisches Rohöl zum Roten Meer, ohne die Straße von Hormus zu passieren. Riad hatte in diesem Monat erklärt, Drohnenangriffe aus dem Irak hätten das Königreich gezwungen, die Pipeline vorübergehend zu schließen.

Das Königreich hofft nach Informationen der Agentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider, die Exporte noch in dieser Woche wiederaufzunehmen. Saudi Aramco habe asiatischen Raffinerien demnach signalisiert, sie könnten schon bald Rohöl im Rotmeerhafen Yanbu laden. Europäische Abnehmer sollen dagegen informiert worden sein, dass sie im Rahmen ihrer Lieferverträge für Oktober kein saudisches Öl erhalten.

Vor Trump–Xi-Treffen: Weltbörsen legen leicht zu

Die europäischen Börsen dürften am Mittwoch fester eröffnen. Terminkontrakte auf den Euro Stoxx 50 und den deutschen DAX legten um 0,3 Prozent zu, Futures auf den britischen FTSE 100 stiegen am frühen Morgen in Europa um 0,2 Prozent.

Auch in Asien überwogen Kursgewinne. Der südkoreanische Kospi stieg um 1,2 Prozent, die Aktien von Samsung und SK Hynix gewannen jeweils mehr als 2 Prozent. In Taiwan legte der Taiex um 0,9 Prozent zu, wie Reuters berichtete. Der MSCI-Index für Aktien aus der Asien-Pazifik-Region ohne Japan kletterte um 0,5 Prozent und verzeichnete damit den sechsten Handelstag in Folge im Plus. In Tokio blieb die Börse wegen eines Feiertags geschlossen, Terminkontrakte auf den Nikkei notierten jedoch höher.

An der Wall Street schloss der Technologieindex Nasdaq am Dienstag 0,5 Prozent höher und erreichte ein neues Rekordhoch. Der S&P 500 bewegte sich kaum, der Dow Jones gab 0,4 Prozent nach.

Am Devisenmarkt wurde der Euro zu 1,1429 Dollar gehandelt und lag damit in der Nähe des tiefsten Stands seit zwei Monaten, da Anlegerinnen und Anleger mit einem weiteren US-Zinsanstieg rechnen. Der Dollar legte auch gegenüber dem Yen leicht zu und kostete 157,60 Yen.

Gold kostete 4.379 Dollar je Feinunze. Futures auf US-Staatsanleihen legten leicht zu, begünstigt von den nachgebenden Ölpreisen; die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe blieb damit unter fünf Prozent.

Anlegerinnen und Anleger blicken zudem auf ein Treffen am Donnerstag zwischen Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping. Auf der Agenda dürften Handelsfragen und der Wettbewerb um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz stehen.

Kyle Rodda, leitender Marktanalyst beim Online-Broker Capital.com, warnte, der Krieg im Nahen Osten könnte sich für die Finanzmärkte als noch ausschlaggebender erweisen – auch mit Blick darauf, ob es den USA gelingt, China zu bewegen, seinen Einfluss auf Iran geltend zu machen.

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