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Schweden: Wie schneiden die rechtsextremen Schwedendemokraten bei der Wahl ab?

Schwedische Wähler stehen Schlange
Schwedische Wähler stehen Schlange Copyright  Nicklas Thegerström/TT News Agency via AP
Copyright Nicklas Thegerström/TT News Agency via AP
Von Ioannis Karagiorgas
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der konservative Ulf Kristersson und die Sozialdemokratin Magdalena Andersson kämpfen um das Amt an der Spitze der Regierung in Stockholm. Doch ein besonderes Augenmerk richtet sich auf das Abschneiden der rechtsextremen Schwedendemokraten.

In Schweden waren die Menschen an diesem Sonntag zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Die äußerst knappe Abstimmung könnte der extremen Rechten zusätzlichen Rückenwind geben und sie womöglich erstmals in die Regierung bringen.

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Der konservative Ministerpräsident Ulf Kristersson will im Amt bleiben. Seine Zukunft an der Regierung könnte jedoch noch stärker von den Schwedendemokraten abhängen – jener rechtsextremen Partei, die das Minderheitskabinett bereits im Parlament stützt.

Seine Hauptgegnerin ist seine Vorgängerin im Amt, die sozialdemokratische Parteichefin Magdalena Andersson. Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden politischen Lager.

Kristersson steht an der Spitze einer Minderheitsregierung. Ihr gehören die liberal-konservative Moderate Sammlungspartei, die Christdemokraten und die Liberalen an. Die Regierung stützt sich aber auch auf die Schwedendemokraten, die in der schwedischen Politik zunehmend Einfluss gewinnen.

Kristersson hat angekündigt, nach der Wahl noch einen Schritt weiter gehen zu können und ein Bündnis zu schmieden, in dem die Schwedendemokraten offiziell mitregieren. Ein solcher Schritt wäre ein Einschnitt in der Geschichte der extremen Rechten: Die Partei bekäme erstmals direkten Zugriff auf die Regierung und würde ihren wachsenden Einfluss auf die politische Agenda des Landes eindrucksvoll bestätigen.

Wahlbeteiligung ist traditionell hoch

Etwa acht Millionen Bürgerinnen und Bürger sind in dem skandinavischen Land mit rund 10,6 Millionen Einwohnern wahlberechtigt. Mehr als die Hälfte hat bereits vorab abgestimmt – in einem Land, in dem die Wahlbeteiligung traditionell sehr hoch ist.

Die Wahllokale sind bis 20 Uhr Ortszeit geöffnet. Zwei Exit-Polls sollen unmittelbar nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht werden. Aussagekräftigere Teilergebnisse werden für die folgenden Stunden erwartet.

Neben der Frage, wer das Amt des Ministerpräsidenten übernimmt, richtet sich der Blick in der Wahlnacht vor allem auf das Abschneiden der Schwedendemokraten. Entscheidend ist, ob weitere Zugewinne der extremen Rechten den Weg für eine offizielle Regierungsbeteiligung der Partei ebnen.

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