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Rätselhaftes Hochleistungs-KI-System taucht auf: China rückt an den Westen heran

Eine Roboterhand greift in ein digitales Netzwerk vor blauem Hintergrund – Sinnbild für KI‑Technologie.
Eine Roboterhand greift in ein digitales Netzwerk vor blauem Hintergrund und steht als Symbol für KI-Technologie. Copyright  Tara Winstead/Pexels
Copyright Tara Winstead/Pexels
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Einführung von Ox Alpha schürt die Sorge, China könne die USA und andere westliche Staaten im globalen KI-Wettlauf rasch überholen.

Ein rätselhaftes neues KI-System namens Ox Alpha sorgt für erhebliche Verwirrung. Betroffen sind Tech-Analysten ebenso wie Nutzerinnen und Nutzer.

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Niemand weiß, wer dieses Modell entwickelt hat. Am 20. August tauchte es auf OpenRouter auf – als anonyme, proprietäre „Stealth“-Variante.

Das System ist nicht Open Source. Noch bis zum 27. August läuft jedoch eine kostenlose Vorschau. Ob danach Gebühren fällig werden, ist offen.

Wer Entwickler und Eigentümer sind, bleibt unklar. Beobachter vermuten eine Verbindung zur in China ansässigen Firma Zhipu AI und ihrer noch unveröffentlichten GLM-5.x-Reihe. Bestätigt ist das bisher nicht.

Das nährt die Sorge, China könne westliche Staaten wie die USA im KI-Wettrennen überholen – durch laufend neue, hochentwickelte und oft nicht klar zugeordnete Modelle.

In der Vergangenheit haben auch andere chinesische Konzerne wie Alibaba und ByteDance Modelle veröffentlicht, ohne sich sofort dazu zu bekennen.

Damit lassen sich Exportkontrollen umgehen, unmittelbare regulatorische Gegenreaktionen vermeiden und leistungsstarke Modelle testen, ohne die Haftung an ein konkretes Unternehmen zu knüpfen.

Ox Alpha: Darum ist das System so leistungsstark

Programmierreferenzen wie DeepSWE deuten darauf hin, dass Ox Alpha mit mehreren Spitzenmodellen großer Anbieter wie OpenAI und Anthropic mithalten kann – wenn es sie nicht sogar übertrifft.

Das Modell bietet bereits ein Kontextfenster von über 1 Million Tokens. Es verarbeitet Bilder, Text und Video nahezu ohne Nutzungsbegrenzung, obwohl es sehr leistungsfähig ist und derzeit in einer kostenlosen Stufe läuft.

Außerdem kann Ox Alpha in einer einzigen Antwort bis zu 131.072 Tokens ausgeben. So lassen sich sehr lange, detaillierte Skripte erstellen.

Die Entwickler haben das System für Aufgaben mit langem Atem konzipiert: komplexe Programmierung, Datenverarbeitung im Produktionsmaßstab und dauerhaft laufende agentenbasierte Workflows.

Auf der Website heißt es derzeit, Eingaben würden „retained by the provider“, aber nicht zum Training genutzt. Unabhängig überprüfen ließ sich das bislang nicht.

Ox Alpha zeigt, in welcher Größenordnung China seine KI-Ambitionen verfolgt. Der Staat betrachtet künstliche Intelligenz als nationale, strategische Priorität. Das ermöglicht Unternehmen, Kosten zu drücken, Modelle schnell zu lancieren und bei Bedarf rasch umzusteuern.

US-KI-Firmen dagegen bringen neue Systeme oft verzögert oder gestaffelt auf den Markt. Teure proprietäre Modelle, laufend verschärfte Exportkontrollen und Chip-Verbote bremsen sie aus.

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