Set-Jetting bleibt 2026 ein Reisetrend: Immer mehr Menschen besuchen ikonische Drehorte aus Film und Serien. Von Tokio bis Las Vegas zeigen berühmte Hotels wie Park Hyatt, Caesars Palace oder Four Seasons, wie nah Kino und Realität liegen.
Das Schönste am Lesen ist, dass Bücher uns an Orte entführen, die wir noch nie gesehen haben – Orte, die nur in unserer Fantasie existieren. Filme und Serien hingegen zeigen uns reale Schauplätze, die wir tatsächlich bereisen können.
"Set-Jetting", also das Reisen zu Drehorten aus Film und Fernsehen, bleibt auch 2026 voll im Trend – und ein Ende ist nicht in Sicht. Viele Menschen wählen ihr Reiseziel inzwischen gezielt nach Orten aus, die sie auf der Leinwand gesehen haben. Manche gehen noch weiter und folgen direkt den Spuren ihrer Lieblingsfiguren.
Gerade Hotels spielen in zahlreichen Produktionen eine zentrale Rolle. Mit der Wiedereröffnung des aus "Lost in Translation" bekannten Hotels in Tokio lohnt sich ein Blick auf einige der berühmtesten Filmhotels der Welt.
Lost in Translation: Park Hyatt Tokyo, Japan
Sofia Coppolas Film Lost in Translation aus dem Jahr 2003 machte das Park Hyatt Tokyo zu einer der ikonischsten Hoteladressen der Welt.
Die Geschichte und die herausragenden Leistungen von Bill Murray und Scarlett Johansson wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem Oscar. Besonders prägend war jedoch die Atmosphäre des Hochhaushotels – und der Blick über das nächtliche Tokio.
Nach einer 19-monatigen Renovierung wurde das Hotel im Dezember 2025 wieder eröffnet. Statt eines radikalen Neubeginns blieb vieles bewusst vertraut, lediglich modernisiert und sanft verfeinert.
The Night Manager: Es Saadi Palace, Marrakesch
Die Serie The Night Manager (2016), basierend auf einem Roman von John le Carré, erzählt die Geschichte eines ehemaligen britischen Soldaten, der als Nachtmanager eines Hotels arbeitet und in einen internationalen Spionagefall verwickelt wird.
Das fiktive "Nefertiti Hotel" ist in Wirklichkeit das Es Saadi Palace in Marrakesch.
Die weitläufige Anlage ist vor allem für ihre riesigen Gärten bekannt, die sich über rund 80.000 Quadratmeter erstrecken. Zum Resort gehören außerdem ein großes Spa, ein Nachtclub und ein Casino. Das Hotel ist ein reines Suitenresort, das zudem stark auf eigene Produkte aus Garten und Umgebung setzt.
Seit seiner Eröffnung 1952 hat das Haus zahlreiche prominente Gäste beherbergt – darunter Tom Hiddleston, Pierre Balmain, Josephine Baker und Leonardo DiCaprio.
The Hangover: Caesars Palace, Nevada, USA
Das Caesars Palace in Las Vegas war schon eine Ikone, lange bevor es in The Hangover (2009) weltbekannt wurde.
Seit seiner Eröffnung 1966 am Strip hat das Hotel mit Casino unzählige Sport- und Show-Events erlebt – von legendären Boxkämpfen bis hin zu großen Musikauftritten. Stars wie Frank Sinatra, Cher, Dolly Parton und Adele traten hier auf.
Auch als Filmkulisse ist das Haus längst etabliert – unter anderem für "Ocean’s Eleven", "Rain Man" oder "Rocky III".
Die berühmte Suite aus "The Hangover" existiert allerdings nur im Studio. Dafür stehen Gästen fast 4.000 weitere Zimmer sowie zahlreiche Restaurants, Pools und Spielmöglichkeiten zur Verfügung.
The White Lotus: Four Seasons Hotels weltweit
Kaum eine Serie hat so viel Reiselust ausgelöst wie The White Lotus.
Die Drehorte der einzelnen Staffeln – Hawaii, Sizilien und Thailand sowie künftig auch die Côte d’Azur – sind für sich bereits spektakulär. Besonders prägend sind dabei die jeweiligen Four Seasons-Hotels.
Auf Hawaii überzeugt das Four Seasons Resort Maui at Wailea mit Traumstrand, mehreren Pools, Golfplätzen und Spitzenrestaurants.
In Sizilien liegt das Four Seasons San Domenico Hotel in Taormina spektakulär auf einem Felsplateau mit Blick auf das Ionische Meer.
Für die dritte Staffel diente vor allem das Four Seasons Resort Koh Samui als zentrale Kulisse, ergänzt durch weitere Häuser wie Rosewood Phuket, Anantara Mai Khao Phuket und Anantara Bophut Koh Samui.
Pretty Woman: Beverly Wilshire, A Four Seasons Hotel, Beverly Hills
Das Beverly Wilshire, A Four Seasons Hotel war schon vor seiner Filmkarriere eine Legende. Stars wie Elvis Presley, Warren Beatty oder John Lennon gehörten zu den früheren Gästen.
Weltbekannt wurde das Haus durch Pretty Woman, in dem es eine zentrale Rolle spielt.
Das Hotel nutzt diese Verbindung bis heute: Gäste können spezielle "Pretty Woman"-Erlebnisse buchen – inklusive luxuriöser Suite, Spa-Behandlung und stilvollen Zusatzangeboten rund um den Film.
Twin Peaks: Salish Lodge & Spa, Washington, USA
Die Kultserie Twin Peaks zeigt eine düstere, geheimnisvolle Kleinstadt im US-Bundesstaat Washington – und genau diese Atmosphäre zieht bis heute Reisende an.
Das reale "Great Northern Hotel" ist das Salish Lodge & Spa in Snoqualmie.
Das Boutique-Hotel verfügt über wenige Zimmer, bietet dafür aber direkten Blick auf die Snoqualmie Falls sowie Spa-Angebote, Naturerlebnisse und eine ruhige, fast mystische Umgebung.
Sex and the City: Hotel Plaza Athénée, Paris
In Sex and the City reist Carrie Bradshaw in den späteren Staffeln nach Paris – eine Reise, die emotional viel verändert.
Sie übernachtet im Hotel Plaza Athénée, das mit seiner Lage und Eleganz zu den bekanntesten Luxushotels der Stadt zählt.
Die ikonische Balkonszene mit Blick auf den Eiffelturm ist bis heute eines der prägendsten Bilder der Serie und lässt sich vor Ort nahezu eins zu eins nacherleben.