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Was macht den perfekten Familienurlaub aus? Olympiasieger Rutherford: Kinder planen mit

Weitsprung-Olympiasieger Greg Rutherford von London 2012: Jetzt wirbt er dafür, dass Kinder die Urlaubsplanung übernehmen
Greg Rutherford holte Weitsprung-Gold bei Olympia 2012 in London und ermutigt heute Kinder, Urlaubsplanung selbst in die Hand zu nehmen. Copyright  AP Photo/Martin Meissner
Copyright AP Photo/Martin Meissner
Von Fakhriya M. Suleiman
Zuerst veröffentlicht am
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Der ehemalige britische Weitsprungstar erzählt Euronews Travel, warum Urlaube entspannter laufen, wenn Kinder die Reiseplanung übernehmen.

Familienurlaub ist ein Balanceakt. Wie gelingt eine Reise in der Schulzeit, die spannend und möglichst stressfrei ist – für Erwachsene, Teenager und kleine Kinder? Jemand, der dieses Gleichgewicht gut kennt, ist Greg Rutherford.

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Der Weitspringer holte für Team GB bei den Olympischen Spielen in London 2012 am „Super Saturday“ Gold. In Rio 2016 kam Bronze dazu, außerdem Medaillen bei den Commonwealth Games, Europameisterschaften, in der Diamond League und bei Weltmeisterschaften.

2018 gab der Olympiasieger seinen Rücktritt bekannt. Gegenüber The Guardian (Quelle auf Englisch) sagte er damals, seine Verletzungen seien so schlimm gewesen, dass er kaum noch auf dem Boden sitzen und mit seinen zwei Kindern spielen konnte. Inzwischen ist seine Familie mit seiner Verlobten Susie Verrill auf zwei Söhne und eine Tochter angewachsen.

Der „Rutherford Leap“ gehört weiter zu seinem sportlichen Erbe. Heute widmet er sich jedoch einer neuen Disziplin: Er setzt sich dafür ein, dass Kinder bei der Urlaubsplanung mitreden.

Der Team-GB-Star macht sich nun für Mitsprache von Kindern bei der Urlaubsplanung stark
Der Team-GB-Star macht sich nun für Mitsprache von Kindern bei der Urlaubsplanung stark Credit: Greg Rutherford

Gemeinsam mit Marriott Bonvoy (Quelle auf Englisch), dem Hotel- und Reisetreueprogramm von Marriott International, arbeitet Rutherford nun an Kampagnen zur Frage, wie stark Kinder in die Planung von Familienurlauben eingebunden sind.

„Bevor wir Kinder hatten, wären wir stundenlang durch Städte gelaufen, hätten unzählige historische Stätten und Museen besucht, wären wahrscheinlich etwas risikofreudiger gewesen oder hätten irgendwo tagelang komplett abgeschaltet“, sagte er Euronews Travel rückblickend auf seine Reisegewohnheiten vor der Familiengründung.

„Heute – und das macht viel mehr Spaß – haben wir eine gute Balance gefunden. Wir kombinieren Auszeiten mit Phasen voller Aktivitäten oder Sightseeing. Mal bleiben wir an einem Ort, mal suchen wir gezielt nach versteckten Highlights vor Ort.

Unsere Jüngste ist gerade fünf geworden, sie kann jetzt bei fast allem mitmachen. Und es ist großartig, wenn unsere Kinder mit aussuchen, was wir unternehmen.“

Eis zum Mittagessen und später ins Bett?

Im Mai machten Rutherford, Verrill und ihre drei „Mini-Urlauber“ mit Marriott Bonvoy Urlaub in Barcelona und übernachteten im Le Méridien Ra Beach Hotel & Spa.

„Manchmal sind die schönsten Reisen die, bei denen man das Zepter aus der Hand gibt“, schrieb er in einem Beitrag in den sozialen Medien (Quelle auf Englisch). Seine Söhne und seine Tochter bestimmten dort die Aktivitäten und suchten die Restaurants aus, das Kinder-Menü des Hotels kam besonders gut an.

Das Haus bietet zudem Spa-Zugänge für Kinder, damit nicht nur Mama und Papa entspannen.

Doch worauf kommt es Kindern im Ausland sonst noch an?

Urlaubsfotos
Urlaubsfotos Credit: Greg Rutherford

Eine Untersuchung von Marriott Bonvoy zeigt: Kinder wissen sehr genau, was sie im Urlaub wollen. Und die Prioritäten sind für Eltern durchaus erfreulich einfach.

„Kinder haben uns gesagt, sie wollen keine komplizierten Tagespläne. Sie wünschen sich Freiheit, Spaß und Zeit mit der Familie“, sagte Andrew Watson, Chief Commercial Officer EMEA bei Marriott International.

„Deshalb geht es beim Familienurlaub um mehr als nur Zimmer und Ausstattung. Entscheidend ist, Orte zu schaffen, an denen alle entspannen, spielen und gemeinsam Erinnerungen sammeln können. Wer Inspiration für den nächsten Urlaub sucht, kann die Planung ruhig einmal den Kindern überlassen.“

Für 63 Prozent der Kinder gehört zur Traumreise freie Wahl am Frühstücksbuffet. 58 Prozent wünschen sich außerdem jede Menge Eiscreme zum Mittagessen. Und für 53 Prozent ist das Sahnehäubchen, abends länger aufbleiben zu dürfen.

„Das ist absolut nachvollziehbar“, sagt Rutherford. „Als Kind hat man oft das Gefühl, kaum Freiheit oder Kontrolle zu haben. Wenn es im Urlaub mehr davon gibt – und dazu noch Eis ohne Ende –, macht das den Unterschied zwischen einem normalen und einem richtig schönen Urlaub.“

Wichtig ist vielen auch ein großes Schwimmbecken mit Wasserrutschen: 57 Prozent nannten das als Priorität. Klar sagten die Kinder aber auch, was sie nicht möchten: Sie wollen im Urlaub keine Aufgaben wie Zimmeraufräumen übernehmen (30 Prozent), sich nicht langweilen (39 Prozent) und nicht zu Aktivitäten gezwungen werden, die nur für Erwachsene interessant sind (35 Prozent).

Einmal Sportler, immer Sportler

Heißt der Abschied vom Spitzensport, dass Rutherford heute weniger aktiv ist? Ganz und gar nicht.

„Wir sind keine Familie, die eine Woche lang nur herumliegt. Wir finden es toll, wenn man Fahrräder mieten kann, es Wanderwege gibt, Wassersport, vielleicht ein Hotel-Fitnessstudio oder Kurse“, sagte er. Auch unterwegs achtet die Familie auf Gesundheit, Fitness und gute Ernährung.

Gleichzeitig ist es für den dreifachen Vater nicht leicht, Erholung und aktiven Lebensstil unter einen Hut zu bringen. Gegenüber Euronews Travel gab Rutherford zu, dass er „ziemlich schlecht“ darin sei, abzuschalten.

„Ich versuche, die Zeit zu nutzen, wenn ich beruflich unterwegs bin oder wenn die Kinder in der Schule sind, um zu trainieren“, erklärte er. „Ruhe und Entspannung quetschen wir meistens in die letzte Stunde des Tages. Susie und ich nehmen uns jeden Abend vor dem Schlafengehen Zeit füreinander, ansonsten heben wir uns das für den Urlaub auf.“

Auch im Urlaub probiert die Familie Rutherford lokale Wassersportarten aus, leiht Fahrräder oder besucht Kurse im Hotel-Fitnessstudio, um in Bewegung zu bleiben
Auch im Urlaub probiert die Familie Rutherford lokale Wassersportarten aus, leiht Fahrräder oder besucht Kurse im Hotel-Fitnessstudio, um in Bewegung zu bleiben Credit: Greg Rutherford

Die Studie von Marriott Bonvoy ergab, dass 30 Prozent der Erwachsenen ihrem Kind schon einmal die Urlaubsplanung überlassen haben. 72 Prozent der Befragten zeigten sich neugierig oder begeistert von der Idee, den Nachwuchs beim nächsten Mal an die Spitze der Planung zu stellen. 66 Prozent der Eltern sagten, ihr wichtigstes Ziel im Ausland sei intensive gemeinsame Familienzeit.

Auf der anderen Seite des Atlantiks verbindet Rutherford besondere Erinnerungen mit dem Grand-Canyon-Staat Arizona. „Die Besteigung des Camelback Mountain in Arizona war etwas ganz Besonderes“, sagte er. „Dort habe ich Susie auch einen Heiratsantrag gemacht.“

Auch eine Bootstour in Türkiye mit frisch gefangenem Fisch ist ihm im Gedächtnis geblieben. Er schwärmt noch heute von glasklarem Wasser und der einheimischen Familie, die ihn damals an Bord einlud.

Aus seiner Sicht gelingen Urlaube dann am besten, wenn alle jeden Tag auf etwas hinfiebern. Die Familie würde nicht verreisen, wenn klar wäre, dass jemand den Großteil der Reise nicht genießen kann.

„Es muss nichts Großes oder Spektakuläres sein. Aber wenn abends alle sagen können: ‚Das hat mir heute richtig Spaß gemacht‘ oder ‚Das Essen war toll‘, dann wissen wir, dass der Tag gelungen ist.“

Angesichts der aktuellen Ergebnisse von Marriott Bonvoy, die zeigen, dass mehr Eltern Kinder einbeziehen, fällt Rutherfords Rat schlicht aus: Lasst sie mitmachen.

„Habt keine Angst davor, eure Kinder in die Planung einzubeziehen“, sagt er. „Wir waren positiv überrascht, wie sie den Tag gestalten wollten. Und es hat den Urlaub noch besser gemacht, weil sie das Gefühl hatten, ein bisschen mehr mitbestimmen zu können.“

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