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Trump verlangt von US-Marine Rückkehr zu älteren Flugzeugträger-Katapulten

Matrosen hissen die Flagge an Bord eines US-Kriegsschiffs bei einem multinationalen Manöver in Panama City am Donnerstag, 13. August 2026. (AP Photo/Matias Delacroix)
Matrosen hissen die Flagge an Bord eines US-Kriegsschiffs bei einem multinationalen Manöver in Panama City am Donnerstag, 13. August 2026. (AP Photo/Matias Delacroix) Copyright  AP Photo
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Eine am Donnerstag erlassene Weisung dürfte Milliarden Dollar kosten. Sie zwingt die US-Marine, modernste Schiffe auf personalintensivere, schwerer wartbare Systeme zurückzustellen.

US-Präsident Donald Trump hat die US-Marine angewiesen, auf ihren neuesten Flugzeugträgern das moderne Startsystem für Kampfjets auszubauen und wieder auf die alten Dampfkatapulte umzusteigen, die er seit Langem bevorzugt.

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In einem am Donnerstag veröffentlichten Memo fordert er Pentagon und Marine auf, ihm innerhalb von zwei Monaten Pläne für den Ausbau des Elektromagnetischen Flugzeugstartsystems EMALS vorzulegen. Zudem sollen die elektromagnetischen Waffenaufzüge der Träger der Ford-Klasse ersetzt werden.

Laut der Weisung dürfte die neue Vorgabe Milliarden kosten. Sie würde die modernsten Schiffe der Marine auf ein System zurückwerfen, das mehr Matrosen benötigt und in der Instandhaltung aufwendiger ist.

Die Entscheidung folgt auf jahrelange Kritik Trumps an der neuen, magnetisch betriebenen Katapulttechnik, mit der Kampfjets von den Decks starten. Fachleute verweisen dagegen auf Vorteile: EMALS kann Flugzeuge schneller beschleunigen, lässt sich leichter warten, kommt mit weniger Personal aus und benötigt weniger Platz an Bord.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Marine Mühe hat, genügend Personal für ihre Schiffe zu finden und die US-Streitkräfte im Kongress um zusätzliche Mittel für neue Ausrüstung werben.

Trumps Memo bestimmt, dass der vierte Träger der Ford-Klasse, die USS Doris Miller, als erstes Schiff die Änderungen erhält. Die USS Gerald R. Ford sowie die im Bau befindlichen Träger USS John F. Kennedy und USS Enterprise bleiben davon unberührt.

Trumps Ärger über neue Technik reicht bis 2017 zurück

In seiner ersten Amtszeit erklärte Trump im Interview mit dem Magazin Time, das neue System sei „nicht gut“ und habe „nicht die Kraft“ der alten Dampfkatapulte.

„Ihr geht zurück zu verdammtem Dampf“, sagte Trump damals. Seitdem griff er das Thema immer wieder bei Wahlkampfauftritten und anderen Veranstaltungen auf.

Der US-Präsident will die modernste Technik zurückdrehen. Die neuesten chinesischen Flugzeugträger setzen bereits elektromagnetische Katapulte ein, und Frankreich kündigte an, dieses System auf seinem neuen Träger zu nutzen.

Ein fertig geplantes Schiff für einen so tiefgreifenden Systemwechsel umzubauen, gilt allerdings als äußerst schwierig. Auf der USS Gerald R. Ford hat EMALS die Zahl der für die Katapulte benötigten Matrosen Anfang dieses Jahres von rund einem Dutzend auf zwei reduziert.

Trumps Memo, das den Ausbau des Systems vorschreibt, verweist zugleich auf ein Grundproblem des Schiffbaus: die ständigen Designänderungen der Marine, „die zu Kostensteigerungen, Verzögerungen und Stornierungen geführt haben“.

Der Hersteller General Atomics erklärte, die Entscheidung, das System nicht auf der USS Doris Miller einzubauen, „verdient eine sorgfältige Neubewertung“.

Das Unternehmen betonte, die Arbeiten an Katapulten und Fangvorrichtungen der Doris Miller seien bereits zur Hälfte abgeschlossen. „Ein Kurswechsel an diesem Punkt würde erhebliche Kosten-, Termin- und Integrationsrisiken mit sich bringen“, hieß es.

In Washington berät der Kongress zugleich über die notwendigen Haushalts- und Finanzierungsgesetze, die die Trump-Regierung nach eigener Darstellung für die Finanzierung des Pentagons und des Iran-Kriegs benötigt.

Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzte im vergangenen Monat, dass die Kosten des Kriegs auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 32,6 Milliarden Euro) gestiegen sind. Parallel dazu schnürten die Republikaner ein Paket über 95 Milliarden Dollar (82,7 Milliarden Euro), um das Militär und weitere Prioritäten des Weißen Hauses zu finanzieren.

Hegseth nannte die zusätzlichen Kriegsmittel eine „dringende, notwendige“ Finanzspritze. Trumps vorgeschlagener Verteidigungsetat von 1,5 Billionen Dollar (rund 1,31 Billionen Euro) sei eine Investition für eine ganze Generation.

Das Repräsentantenhaus billigte beide Vorlagen mit knapper Mehrheit. Der Senat muss darüber noch abstimmen, wenn er im September aus der Sommerpause zurückkehrt.

Weitere Quellen • AP

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